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Bisher 813 Stammzellenspender Generationswechsel bei Petra-Stiftung GMHütte

<em>Mitglieder des Stiftungsbeirats</em> mit dem alten Beiratsvorsitzenden und seinem Nachfolger: Unser Foto zeigt (von links) die Vorstandsmitglieder Hans Licher, Elisabeth Lindemann und Hartmut Klipsch (2. Vorsitzender), Beiratsmitglied Christoph Averdiek-Bolwin, den Ehrenvorsitzenden Matthias Hüdepohl, den neuen Beiratsvorsitzenden Olaf Koch sowie den 1. Vorsitzenden der Stiftung, Ansgar Pohlmann. Foto: Heinz Schröder/Hilfe für Petra-StiftungMitglieder des Stiftungsbeirats mit dem alten Beiratsvorsitzenden und seinem Nachfolger: Unser Foto zeigt (von links) die Vorstandsmitglieder Hans Licher, Elisabeth Lindemann und Hartmut Klipsch (2. Vorsitzender), Beiratsmitglied Christoph Averdiek-Bolwin, den Ehrenvorsitzenden Matthias Hüdepohl, den neuen Beiratsvorsitzenden Olaf Koch sowie den 1. Vorsitzenden der Stiftung, Ansgar Pohlmann. Foto: Heinz Schröder/Hilfe für Petra-Stiftung

Georgsmarienhütte. In den 22 Jahren des Bestehens der Petra-Stiftung hat sich der Raum Osnabrück als Region potenzieller Lebensretter bundesweit einen Namen gemacht: Rund 52000 Stammzellenspender sind aktuell durch Typisierungsaktionen der GMHütter Einrichtung ermittelt worden. In keinem Bundesland wird dieser Spitzenwert bezogen auf die Bevölkerungszahl auch nur annähernd erreicht.

Eines der ehrenamtlichen Stiftungsmitglieder, die von Beginn an zu diesem Erfolg beigetragen haben, ist Professor Matthias Hüdepohl, seit 1992 Vorsitzender des Beirats, der die Aufgabe jetzt in jüngere Hände übergeben hat. Professor Dr. Olaf Koch, Chefarzt der Onkologie, Hämatologie und Blutstammzelltransplantation des Klinikums Osnabrück, ist Ende Juni auf Vorschlag seines Vorgängers zum neuen Beiratsvorsitzenden gewählt worden.

Der 57-Jährige ist seit Langem ein ausgewiesener Experte im Bereich Knochenmark-/Stammzellspende. Er zählte auch Anfang der 90er in Kiel zu den Mitbegründern der damaligen Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation. Koch will seinen Teil dazu beitragen, die erfolgreiche Arbeit der Stiftung fortzusetzen, durch deren Aktionen bisher 813 Stammzellenspender hervorgegangen sind. Besonders bemerkenswert ist die Trefferquote, die bei Aktionen in Schulen erzielt wird. So sind zum Beispiel allein mehr als 60 Spender bei Typisierungen in den Berufsbildenden Schulen Brinkstraße ermittelt worden.

Wichtige Zukunftsaufgaben der Petra-Stiftung sind für Koch die Verbesserung des Spenderregisters, um zum Beispiel die Zahl der registrierten potenziellen Lebensretter bei Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund zu erhöhen. Koch: „Bestimmte Minderheiten in unserer Gesellschaft sind in der Datei bisher kaum vertreten.“

Außerdem will er die Aufklärung der Spender verbessern: „Wir haben in Untersuchungen festgestellt, dass typisierungswillige Personen zum Teil etwas ängstlich sind, was eine Stammzellenspende bedeutet.“ Außerdem will er im Zuge des demografischen Wandels, des Älterwerdens unserer Gesellschaft, den Fokus stärker darauf legen, dass die Zahl der älteren Leukämiepatienten steigt.

Der 82-jährige Hüdepohl bleibt der Stiftung weiter verbunden: Er ist einstimmig zum Ehrenvorsitzenden des Stiftungsbeirats gewählt worden, in den Christoph Averdiek-Bolwin. Iris Brink-Schwänzel und Hüseyin Yilmaz neu aufgenommen worden sind. Am Wochenende ist beim „Tag der offenen Tür“ der Polizei eine Typisierungsaktion gelaufen, bei der 122 Stammzellenspender registriert wurden.


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