Fotos vom zweiten Tag Stimmungsvolles Finale von „Hütte rockt“ am Samstag

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cby Georgsmarienhütte. Strahlender Sonnenschein, satter Sound und eine grandiose Stimmung - auch der zweite Tag von „Hütte rockt“ 2015 sorgte für glückliche Gesichter. Nachdem am Freitag vor allem lokale Rockgrößen dem Publikum eingeheizt hatten, ließen es zum abendlichen Festivalfinale Bands wie „The Intersphere“ und die Comedy-Metaller von „J.B.O.“ krachen.

Die ersten Takte des Tages kamen aber zunächst ungewöhnlich daher. Die Blaskapelle des Schützenvereins Kloster Oesede spielte zum Frühschoppen auf. Zu ihrem musikalischen Kontrastprogramm ließen sich die ersten Besucher das Freibier schmecken, während andere sich zu diesem Zeitpunkt erst noch schlaftrunken aus ihren Schlafsäcken schälten. Da der kräftige Regen der Vortage die Parkplatzeinfahrt in eine Schlammpiste verwandelt hatte, mussten in der Nacht dutzende Autos von der Wiese geschleppt werden. Es war eine der vielen Aufgaben, denen sich die Festivalcrew problemlos gewachsen zeigte und auch sonst für einen reibungslosen Veranstaltungsablauf sorgte.

Voll am Abend

Positive Energie und jede Menge Spielfreude brachten alle elf Bands des Tages auf die Bühne. Für passende Ansagen zum jeweiligen Auftritt sorgte dabei Hi! Spencer-Sänger Sven Bensmann. Etwas schade wirkte es, dass sich der größte Publikumszulauf vor allem auf den Abend konzentrierte, boten doch Bands wie die Venner Punkrocker von „Fenster auf Kipp“ oder „Limelight Fire“ aus Bielefeld eine großartige Show. Für die mit Abstand sportlichste Darbietung des Tages sorgte „La Confianza“-Sänger Pablo Christlein, der zu treibenden Crossoverklängen springend und gestikulierend die volle Bühnenbreite in Beschlag nahm und dabei ins Mikrofon skandierte. Fast schon heimelig ging es dagegen bei den „Wohnraumhelden“ zur Sache. Wie bereits am Vortag hatten es sich die beiden Musiker „C Punkt Stein Schneider“ und „B-Mann Mayor“ in ihrem kuriosen Gefährt gemütlich gemacht und dabei eine mitklatschende Menschentraube um sich geschart. Plaudernd und lachend genoss das Publikum das schöne Spätsommerwetter und nahm die große Rasenfläche für sich in Beschlag.

Finale bei Vollmond

Alternative-Rock auf höchstem Niveau boten am frühen Abend dann „The Intersphere“. Zu ihrem hochmelodiösen Klangteppich ließen viele das Tanzbein schwingen. Ein goldgelber Vollmond strahlte vom Himmel als schließlich die Erlanger von „J.B.O.“ die Bühne betraten und von der dicht gedrängten Fanschar begeistert empfangen wurden. Kurz darauf reckten sich zahlreiche Hände zur berühmten „Pommesgabel“ in die Höhe. Selbstironisch nahmen die musikalischen Franken den Metalmythos auf die Schippe und garnierten ihren Auftritt mit derben Showeinlagen. Von einem textsicheren Publikumschor begleitet, verkündeten sie in einem Song ehrlicherweise dann doch: „I don´t like Metal, I love it“. Tausende Rockfans machten diese späten Abendstunden zu einem besonderen Höhepunkt des rundum gelungenen Festivals.


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