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Verein der Festivalfreunde Alle Bilder zu „Hütte rockt“: Mehr als hundert Helfer

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Georgsmarienhütte. Das englische Wort „Crew“ steht auf den T-Shirts, die Donnerstagabend alle Helfer bekamen, die beim Festival im Einsatz.

Ohne diese mehr als 100-köpfige Mannschaft, die Mitglieder des 2006 gegründeten Vereins „Hütte rockt“ sowie Freunde und Bekannte ginge gar nichts. Vom Aufbau bis zu Einlass. Merchandising und Catering wird alles in Eigenregie organisiert, denn professionelle Servicekräfte sind mit dem zur Verfügung stehen fünfstelligen Etat nicht zu finanzieren.

Noch bis Samstagnacht wird auf dem Harderberger Festivalgelände an der Bielefelder Straße wieder abgerockt. Im Rampenlicht stehen zwei Tage die 17 Bands von regionalen Newcomern bis Headliner J.B.O. . Für den reibungslosen Ablauf sorgen leidenschaftliche Fans handgemachter Rock-Klänge.

Heike und Michael Stein die Ältesten

Viele haben einige Tage Urlaub genommen, um von Auf- bis Abbau komplett dabei zu sein – alles aus Spaß, so ein Festival in GMHütte auf die Beine zu stellen. Der jüngste im Team ist 18, die beiden ältesten sind gemeinsam 121 Jahre alt: Heike und Michael Stein, die Eltern des zweiten Vorsitzenden Mitch“. Vater ist seit der zweiten „Hütte rockt“-Auflage fest im Team, die Mutter seit zwei Jahren für das Merchandising zuständig, den Verkauf der T-Shirts. Sie hat aber die Jahre vorher auch schon immer irgendwo ein wenig mitgeholfen.

„Es macht einfach Spaß, mit so vielen jungen Leuten Teil des Festivals zu sein“, erzählt die Kosmetikerin mit einem strahlenden Lächeln. In diesem Jahr gibt es auch eine Premiere: „Wir verkaufen erstmals etwas tiefer geschnittene Mädels-Shirts.“ Statt hochgeschlossen für die Jungs müsse es für die weiblichen Besucher „etwas auf Figur gearbeitet“ und „weiter ausgeschnitten“ sein. Heike Stein: „Etwas chic eben“.

„Starken Willen bewiesen“

Im vergangenen Jahr sei das Geschäft so gut gelaufen, dass am Ende die Reste aus den Vorjahren angeboten wurden, da die mehr als 500 aktuellen Shirts komplett weg waren: „Das war einfach super“, hofft sie diesmal auf eine ähnliche Nachfrage und übernimmt an beiden Tagen wie immer die letzte Hauptschicht: „Dann können die Jüngeren am späten Abend an der Bühne stehen und etwas abfeiern.“

Ehemann Michael wurde vom 2008 vom Sohn angesprochen, ob er nicht bei „Hütte rockt“ etwas mithelfen kann“. Im Alltag ist der Sechziger Lagerleiter in einer Spedition. Auf dem Festivalgelände hat er schon so gut wie alles gemacht: Von der Arbeit auf der Bühne bis zum Frühstücksdienst – je nachdem, wo gerade jemand gebraucht wird.

Er findet toll, wie das Organisationsteam um den Vorsitzenden Marius Kleinheider auch in schwierigen Situationen immer wieder „starken Willen“ bewiesen hat, unbedingt weiter zu machen: „Vor fünf Jahren war in Oesede Hochwasser und Land unter, aber hier ist das Festival trotzdem weitergegangen. Das war eigentlich unglaublich“, erinnert er sich an einen der Momente, die zeigen, wie viel Power der Verein hat.

Keine Nachwuchssorgen

Dass es Donnerstag etwas kräftiger geregnet hat und auf dem Gelände die Gummistiefel rausgeholt wurden, stört ihn nicht: „Besser vor Festivalbeginn, als so ein Wetter Freitag und Sonntag“, lautet seine Devise. Er freut sich, dass inzwischen viele Eltern kommen, um zu gucken, was „ihr Nachwuchs“ macht.

Für beide Steins, die vor kurzem im Hamburg beim Santiano-Konzert waren und sich am Wochenende besonders auf die „etwas futuristischen“ J.B.O. freuen, die am Samstagabend ab 21.30 Uhr auf der Bühne stehen, hat der traditionelle Festival-Ausklang nach der letzten Band immer etwas Besonderes: „Das ist immer eine spezielle Atmosphäre, wenn der Ablauf wie geplant hingehauen hat.“ Aber alle seien dann auch am Sonntagmorgen wieder zum Aufräumen zur Stelle. Begeistert ist das Ehepaar auch von der jährlichen Ferienpass-Aktion vor Festivalstart auf dem Gelände. Michael Stein: „Da werden Instrumente gebaut, und am Ende gibt es ein kleines Abschlusskonzert mit den Kleinen. Das sind die Gäste von morgen.“

2016 zehnte Festivalauflage

Der Verein mit seinen knapp 100 Mitgliedern hat keine Nachwuchssorgen. Jüngster bei „Hütte rockt“ ist der noch fünfjährige Edgar Kleimeyer, der 2009 während des Festivals geboren wurde. Vater Guido ist von Beginn an dabei und wurde damals von seiner Frau Nicole auf dem Gelände angerufen, damit er sie schnellstens zur Entbindung ins Krankenhaus fährt.

Der Sohnemann hat dann zum ersten Geburtstag die Mitgliedschaft geschenkt bekommen, und im vergangenen Jahr gab es ein selbstgedrucktes „Hütte rockt“-Shirt in Kindergröße. Kleimeyer: „Die haben wir sonst leider nicht im Merchandising-Angebot.“

Alle freuen sich schon auf die Jubiläums-Auflage von „Hütte rockt“ im kommenden Jahr beim Zehnjährigen. „Da wird was Besonderes kommen“, ist sich das Helfer-Team sicher. Jung oder alt – alle haben vor, wieder dabei zu sein: Hütte rockt verbindet Generationen.


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