VfL Kloster Oesede feiert 40 Jahre Vereinsgeschichte ins Trockene gebracht


jfr Georgsmarienhütte. Pünktlich zum 40-jährigen Bestehen hat die Tennisabteilung des VfL Kloster Oesede wieder ein trockenes Dach über dem Kopf. Am Sonntag feierten die Vereinsmitglieder, Vertreter aus Politik und Verwaltung, sowie des Kreissportbundes den Abschluss der Sanierungsarbeiten. Anschließend wurden die Finals der Teuto-Classics auf dem Vereinsgelände ausgefochten.

38 Jahre hatte das marode und immer wieder undichte Flachdach den Tennis-Freunden das Leben schwer gemacht. Von November 2014 bis zu diesem Frühjahr dauerten schließlich die Sanierungsarbeiten. „Das Wasser lief wirklich hier an der Wand herunter“, erzählte Wilhelm Grundmann, Abteilungsleiter Tennis beim VfL, dem Bürgermeister Ansgar Pohlmann und Winfried Beckmann vom Kreissportbund auf einer Führung durch das Gebäude.

29000 Euro investiert

Die Stadt Georgsmarienhütte und der Landessportbund (LSB) haben für die rund 29000 Euro teuren Sanierungsarbeiten zusammen die Hälfte der Gelder bereitgestellt, der Kreissportbund reicht dabei die Landesmittel des LSB weiter. Mit der Reparatur des Daches war es nicht allein getan: „Auch die Umkleiden mussten renoviert werden“, erklärte Grundmann weiter, „das konnten wir erst machen, als oben alles dicht war“.

Ehrenamtliche Arbeit wird beim VfL großgeschrieben.

Um die Kosten in Grenzen zu halten, verzichtete der Verein auf eine stärkere Dämmung, da das Gebäude im Winter nicht genutzt werde. Ferner nahmen die Vereinsmitglieder die Elektroarbeiten selbst in die Hand, ehrenamtlich. Bürgermeister Pohlmann sieht in diesem ehrenamtlichen Engagement eine Stärke des Vereins und betont in seiner Rede den Willen der Mitglieder „sich für den Verein und somit auch für Georgsmarienhütte einzubringen“. Er resümierte: „Der VfL und seine Tennisabteilung sind richtig gut aufgestellt“ und gratulierte zu 40 Jahren Bestehen.

Markanter Besucherzuwachs

Das taten auch die anderen Tennisvereine TC Georgsmarienhütte, TC Harderberg und TC Oesede, vertreten durch Marita Mennemann: „Ihr habt super Mannschaften und ein geselliges Vereinsleben und wir hoffen, dass das so weitergeht!“ Wilhelm Grundmann freut die enge Zusammenarbeit zwischen den Georgsmarienhütter Vereinen: „Wir haben gemeinsam erreicht, dass die Stadt Tennis mit den anderen Sportarten gleichgestellt und die Fördermittel deutlich aufgestockt hat.“ Die lokale Tennis-Harmonie verdeutlichte auch das Doppel-Turnier, das die Kinder aller Tennisvereine gemeinsam vor dem Finale der „Großen“ austrugen, was einen markanten Besucherzuwachs zur Folge hatte.

„Geselliges Vereinsleben“ bis ins hohe Alter.

Der Verein VfL Kloster Oesede zählt insgesamt rund 1300 Mitglieder, 210 davon sind im Tennis beheimatet. „Unser ältestes Mitglied ist 75 Jahre alt und immer noch aktiv, wir haben fünf Senioren- und acht Jugendmannschaften“, zeigte sich Grundmann stolz.

Weiterlesen: Vereinsportrait zum VfL.

Zum Schluss erinnerte der Erste Vorsitzende Michael Kramer an die Gründungsmitglieder und lobte ihren „Mut, Geld in die Hand zu nehmen und diese Anlage zu bauen“. Grundmann ergänzte Anekdoten vom Vorabend, an dem der Verein intern sein Jubiläum gefeiert hatte: „1975 waren die ersten Mitglieder im Wesentlichen Fußballer, die den Zenit schon überschritten hatten und mit dem Tennis etwas Neues anfangen wollten.“

Während noch die letzten Gratulationen und Geschichten ausgetauscht wurden, ging es im Hintergrund schon hoch her: Die beiden Halbfinals der Teuto-Classics waren im vollen Gange und so widmeten sich die Gäste und Gastgeber allmählich dem ursprünglichen Grund ihres Zusammenseins: dem Tennis.


VfL Kloster Oesede

Sportplatz zur Waldbühne, Sporthalle Klosterstraße und Tennisanlage am Kalverkamp 18, 49124 Georgsmarienhütte, 5 Tennisplätze, Rasen- und Kunstrasenplatz, zwei Hallen, zwei Vereinsheime. Tel. 05401/42955,

info@vfl-kloster-oesede.

Präsidium und Co.

Vorsitzender: Michael Kramer (Foto), 2. Vorsitzender: Freddy Röttger, 3. Vorsitzender Günter Meinert, Geschäftsführer: Peter Kleyer, Schatzmeisterin: Klärchen Schürmeyer, Stellv. Schatzmeisterin: aktuell nicht besetzt, Sportwart: aktuell nicht besetzt, Pressewart: David Meyer. Abteilungsleiter: Günter Meinert (Fußball/Herren), Friedhelm Eggert (Jugend), Beatrix Ferner (Turnen, Gesundheitssport, Judo), Hans-Jürgen Heggemann (Laufsport), Rainer Büter (Radsport), Herbert Dreckmann (Schwimmen), Friedhelm Dörenkämper (Senioren), Wilhelm Grundmann (Tennis), Markus Gervelmeyer (Tischtennis), Dirk Flaspöhler (Volleyball), Ingrid Hügelmeyer und Werner Schimmöller (Wandern).

Historie

1928: gegründet als DJK Kloster Oesede

1932: Sportplatz (Rasenplatz tiefen Siek) eingeweiht.

1935: Umbenennung TuS Kloster Oesede

1945: Umbenennung in VfL, die Gastätte Frankenberg wird Vereinslokal, Fußball, Turnen, Tischtennis, Leichtathletik, Sommerspiele werden angeboten.

1953: Die Gaststätte zur Mühle (Steinfeld) wird Vereinslokal.

1958: Umbau des Rasenplatz heutiger Stand.

1965: Turnhalle Klosterstraße wird eingeweiht.

1972: der Tennenplatz wird eingeweiht.

1975: Einweihung der großen Sporthalle

1977: Tennisplätze nebst Clubhaus werden erstellt. 1986: Geschäftsstelle des VfL in der Kreissparkasse.

1996: Sportlerheim wird gebaut.

2012: Kunstrasenplatz und Grillhütte gebaut.

Frühere Vorsitzende

Fritz Trentmann (1888–1933), Hoyer Alfons (1934–1940 und 1941–1944), Hans Warning (1945–1946), Johannes Busch (1947–1948) Anton Wöstemeyer (1949–1953), Hans Haunert (1954–1978), Jochen Pohlmeyer (1979–1999), Friedhelm Dörenkämper (2000–2010) Michael Kramer (seit 2011).