Ehrenamtlich als „Grüne Dame“ Verdienstmedaille für Catharina Nielebock

Meine Nachrichten

Um das Thema Georgsmarienhütte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Flankiert von Bürgermeister Ansgar Pohlmann (links) und Landrat Michael Lübbersmann zeigte sich Catharina Nielebock mit der hohen Auszeichnung. Foto: Horst TroizaFlankiert von Bürgermeister Ansgar Pohlmann (links) und Landrat Michael Lübbersmann zeigte sich Catharina Nielebock mit der hohen Auszeichnung. Foto: Horst Troiza

Georgsmarienhütte. Nach 30 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit bei den „Grünen Damen“ ist Catharina Nielebock jetzt von höchster Stelle für ihr Engagement geehrt worden. Die GMHütterin nahm während einer Feierstunde im Ratssaal aus den Händen von Landrat Michael Lübbersmann die ihr von Bundespräsident Joachim Gauck verliehene Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland entgegen.

„Mitmenschlichkeit kann man nicht verordnen, sie wird von jenen geleistet, denen das Schicksal anderer nicht gleichgültig ist“, wandte sich der Landrat in seiner Festrede an die Empfängerin der Verdienstmedaille. Catharina Nielebock habe diese „sicherlich nicht immer leichte, aber sinnstiftende Aufgabe“ drei Jahrzehnte lang ausgeübt, ist als „Grüne Dame“ des evangelischen Krankenhausbesuchsdienstes auf „Sorgen und Nöte von Bewohnern von Altenheimen und Krankenhäusern“ eingegangen.

Persönliche Gespräche

Im Besuchsdienst engagieren sich, anders als der Beiname vermuten lässt, Frauen und Männer. Sie führen mit den Patienten und Bewohnern der Einrichtungen persönliche Gespräche und übernehmen Vorlesetätigkeiten, Begleitungen, Lotsendienste und Erledigungen für sie. Das ist besonders wichtig für jene Menschen, die über keine Angehörigen oder andere Kontaktpersonen verfügen. „Die Beschäftigung mit ihnen, allein ihre Anwesenheit, gibt ein höheres Maß an Lebensqualität“, lautete das Zeugnis von Lübbersmann an die Adresse Nielebocks und aller anderen, die im Besuchsdienst tätig sind.

Fürsorge und Beistand

Bürgermeister Ansgar Pohlmann dankte der 77-Jährigen für ihr selbstloses Engagement. „Eine Auszeichnung in dieser Qualität ist immer auch eine Ehre für die Stadt“, bekannte er. Menschen in besonderen Lebenslagen zu betreuen sei eine Aufgabe, die von „Fürsorge und Beistand“ bestimmt sei.

Nielebock hatte seit 1998 auch die Leitung des Besuchsdienstes, dessen Mitarbeiter wegen ihrer Kleidung „Grüne Damen“ (oder „Herren“) genannt werden, im früheren Diakonie-Krankenhaus inne. Sie hat als Bindeglied zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen fungiert, die Einsatzplanung und Koordination in ihren Händen gehabt, monatliche Treffen und die Planung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen organisiert. Sie war auf Regional- und Bundesebene für die Evangelische Krankenhaushilfe (EKH) tätig. Im November vergangenen Jahres ist sie aus persönlichen Gründen von ihren Ämtern zurückgetreten.

Fingerspitzengefühl

Susanne Zschätsch, die Landesbeauftragte der Krankenhaushilfe, sprach hinsichtlich des Besuchsdienstes von „einer Aufgabe, die vielfach im Hintergrund und Verborgen geschieht, Fingerspitzengefühl und Weitsicht“ erfordere. Am Ende der Feierstunde bedankte sich Nielebock bei allen Gästen der Feierstunde und ihren Mitstreitern. „Alle an der Arbeit der Grünen Damen Beteiligten dürfen sich heute mit mir ausgezeichnet fühlen“, erklärte sie und richtete dann noch einen persönlichen Dank an ihre Enkelin Nicola Kunert, die zusammen mit ihrer Violinenlehrerin Mandy Wichate die musikalische Untermalung der Feierstunde übernommen hatte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN