Einstimmige Beschlussempfehlung Demnächst Baumbestattungen in GMHütte

Von Wolfgang Elbers

Auf dem Waldfriedhof Kloster Oesede werden voraussichtlich ab Spatsommer Baumbestattungen angeboten. Foto: MartensAuf dem Waldfriedhof Kloster Oesede werden voraussichtlich ab Spatsommer Baumbestattungen angeboten. Foto: Martens

Georgsmarienhütte. Diesmal ist alles ganz schnell gegangen: Nachdem der Planungsausschuss im Mai wegen offener Fragen eine Beschlussempfehlung vertagt hat, ist am Montag einstimmig die Einführung von Baumbestattungen auf dem Friedhof Kloster Oesede auf den Weg gebracht worden. Mitte Juni steht der Punkt jetzt im GMHütter Rat auf der Tagesordnung.

„Ab wann können dann Baumbestattungen auf dem Waldfriedhof durchgeführt werden?“, fragte anschließend CDU-Vertreterin Sandra Wallenhorst aus Kloster Oesede die Verwaltung. „Sobald der Rat in seiner Sitzung am 22. Juli den endgültigen Beschluss gefasst hat und die Neufassung der Friedhofssatzung dann anschließend veröffentlicht worden ist“, lautete die Antwort des stellvertretenden Fachbereichsvorsitzenden Martin Kramer. Nach seiner Einschätzung ist hier mit einem Zeitraum von vier bis sechs Wochen zu rechnen, sodass es Mitte August bis Anfang September werden könnte, bis diese Bestattungsform auch in GMHütte angeboten wird.

Die Verwaltung reagiert damit auf die sich verändernde Beerdigungskultur und die steigende Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen zum traditionellen Reihengrab. Der Waldfriedhof in Kloster Oesede ist hierfür aufgrund des vorhandenen Baumbestandes besonders geeignet.

Im Bereich der Friedhofkapelle können durch die Pflanzung von drei weiteren Bäumen insgesamt rund 200 Baumgrabstätten geschaffen werden. „Unsere Prüfung hat ergeben, dass an jedem der dann 15 zur Verfügung stehenden Bäume zwischen 10 und 15 Urnenbestattungen möglich wären“, hat dazu Kramer in der Ausschusssitzung Ende Mai erläutert.

Diese alternative Bestattungsform in der Natur ohne weitere Grabpflege ist allgemein auch als Friedwald geläufig. Da diese Bezeichnung aber geschützt ist, wird der Begriff Wald- oder Baumbestattung verwendet. Als Gebühr sind 500 Euro vorgesehen. Die Beisetzungskosten betragen 150 Euro, und für 250 Euro ist das Anbringen einer Namenstafel, die wie ein Blatt gestaltet ist, an der Gemeinschaftsstele möglich. Neben der Einführung der Baumbestattung in GMHütte erfolgen mit der Neufassung der Satzung für das Friedhofs- und Bestattungswesen der Stadt sowie der Gebührensatzung weitere Änderungen, die aus Sicht der Verwaltung aber vor allem „redaktioneller Natur“ sind. Nach der einstimmigen Beschlussempfehlung dürfte die Zustimmung des Rates in einem Monat Formsache sein.