Zustimmung im Ausschuss GMHütte will Baumbestattungen einführen

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An der Kapelle auf dem Waldfriedhof in Kloster Oesede sind künftig Baumbestattungen geplant. Foto: MartensAn der Kapelle auf dem Waldfriedhof in Kloster Oesede sind künftig Baumbestattungen geplant. Foto: Martens

Georgsmarienhütte. Die Stadt Georgsmarienhütte will auf dem Waldfriedhof in Kloster Oesede sogenannte Baumbestattungen einführen.

Die Beerdigungskultur ändert sich, da nach einem Todesfall oft kein naher Verwandter mehr vor Ort ist, der die Grabstelle anschließend pflegt, oder die Kosten für Erdgrabstätten zu hoch sind. Auch in der Hüttenstadt werden inzwischen immer häufiger alternative Bestattungsformen nachgefragt. Die Verwaltung hat deshalb die Einführung von Baumbestattungen auf dem Waldfriedhof in Kloster Oesede vorgeschlagen, der sich aufgrund des Baumbestandes optimal für diese Form der letzten Ruhe eignet.

Der Leiter der Bauverwaltungsabteilung, Martin Kramer, hat im Stadtplanungsausschuss vorgestellt, wie auf der Fläche um die Kapelle durch die Pflanzung von drei weiteren Bäumen insgesamt rund 200 Baumgrabstätten geschaffen werden könnten. „Unsere Prüfung hat ergeben, dass an jedem der dann 15 zur Verfügung stehenden Bäume zwischen 10 und 15 Urnenbestattungen möglich wären“, führte er dabei aus.

Friedwald

Die Bestattungsplätze sind in GMHütte als Urnengemeinschaftsgräber vorgesehen – für eine Urne pro Bestattungsplatz. Als Gebühr werden in der Vorlage 500 Euro vorgeschlagen. Die Beisetzungskosten liegen bei 150 Euro, und für 250 Euro ist das Anbringen einer Namenstafel, die wie ein Blatt gestaltet ist, an der Gemeinschaftsstele möglich – einem nachgebildeten Baum.

Die Bestattungsform trifft nach Einschätzung der Verwaltung den Trend, für die Beisetzung nicht mehr ein angelegtes Grab zu wählen. Diese alternative Form Bestattung in der Natur ohne weitere Grabpflege ist allgemein auch als Friedwald geläufig. Diese Bezeichnung ist aber geschützt. Deshalb wird auch in der Stadt Osnabrück, die diese Form seit rund zehn Jahren anbietet, der Begriff Wald- oder Baumbestattung verwendet.

Gebühr von 500 Euro

Für die Einführung der Möglichkeit der Baumbestattung in GMHütte ist auch die Änderung der Satzung für das Friedhofs- und Bestattungswesen der Stadt sowie der Gebührensatzung notwendig. In diesem Zusammenhang sollen auch einige redaktionelle Änderungen“ erfolgen. Die Verwaltung legte hier noch einmal dar, dass alle neu festgelegten Kostenansätze nachvollziehbar kalkuliert worden seien.

Im Ausschuss hat es durchweg positive Stellungnahmen der Fraktionen zu der Beschlussvorlage gegeben. Da bei der Änderung der Satzung aber zum Beispiel auch Regelungen zu Friedhofzeiten vorgesehen sind, sollen diese Punkte vor einer Beschlussempfehlung des Ausschusses zunächst noch einmal in den Fraktionen beraten werden.

Die Entscheidung dürfte jetzt in einer der nächsten Sitzungen erfolgen.


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