Kunstschule Paletti gestaltet Fälscherwerkstatt für Kinder Ferien mit van Gogh, Picasso und Warhol

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Vorbild erkennbar: Vier Tage lang beschäftigten sich 16 Ferienkinder bei der Kunstschule Paletti mit den Werken großer Meister. Sie bildeten sie nach und hatten außerdem jede Menge Spaß an kreativer Beschäftigung. Foto: Ullrich SchellhaasVorbild erkennbar: Vier Tage lang beschäftigten sich 16 Ferienkinder bei der Kunstschule Paletti mit den Werken großer Meister. Sie bildeten sie nach und hatten außerdem jede Menge Spaß an kreativer Beschäftigung. Foto: Ullrich Schellhaas

Georgsmarienhütte. Okay: Ein bisschen reißerisch ist der Name Fälscherwerkstatt für einen Kunstkurs schon – schließlich geht es den Kunstpädagogen und Kindern nicht um die Tatsache, mit gefälschter Kunst viel Geld zu verdienen. Wohl aber um die künstlerische Früherziehung und natürlich um viel Spaß.

„Wir haben die Blumen gemalt, von dem Dings, dem bekannten Maler“, berichtete der siebenjährige Fynn Kubandt am letzten Tag des viertägigen Ferienkurses der Kunstschule Paletti. Er meinte damit das bekannte Bild „Zwölf Sonnenblumen in einer Vase“ des Niederländers Vincent van Gogh. Es war ein Tagesprojekt des von Josef Brune und Katharina Staar geleiteten Workshops.

In weiteren Einheiten beschäftigten sie die kleinen und großen Künstler etwa mit Andy Warhol und dessen vielfarbigen Kunstdrucken: Sie ritzten eigene Motive, meist Porträts, in Styropor und druckten diese ganz wie das Vorbild mehrfarbig und vierfach auf Papier. Außerdem gestalteten sie den Harlekin frei nach Pablo Picasso und entwarfen Setzkästen mit unterschiedlichen Motiven, wie etwa Joseph Beuys es getan hat. „Versuchsweise ist dieser Kurs ein wenig länger, als es Paletti-Kurse bisher waren“, berichtete Josef Brune über die Neuerungen in der Feriengestaltung. Statt von 10 bis 12.30 Uhr ging die Fälscherwerkstatt täglich von 9 bis 13.30 Uhr. Es blieb den Teilnehmern und Kursleitern mehr Zeit – denn neben Kunst und Theorie gehören natürlich auch Essens- und Spielpausen für den Nachwuchs zu dem Angebot. „Und zum Ende des Tages ist in dem neuen Format deutlich weniger Stress, um mit den Inhalten zum Ende zu kommen“, bestätigte auch Staar.

Den 16 sechs- bis zwölf-jährigen Jungkünstlern dürfte diese Neuerung allerdings kaum aufgefallen sein. Auf die Frage, welches Projekt sie denn am besten fanden, riefen alle gleichzeitig: „Den Harlekin“, „die Blumen“, „den Setzkasten“ und „die Drucke“. Ein Zeichen dafür, dass alle Ideen der Kursleiter gut angekommen sind. Neue Freundschaften wurden geschlossen, und das Angebot bestätigte wieder: Kunst macht Spaß und kreativ.


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