„Musik war sein Leben“ Friedel von Hagen im Alter von 60 Jahren gestorben

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Friedel von Hagen im Jahr 2007 bei einem Auftritt im Alando Foto: Klaus LindemannFriedel von Hagen im Jahr 2007 bei einem Auftritt im Alando Foto: Klaus Lindemann

Georgsmarienhütte. Er war ein Original des Osnabrücker Landes. Er war ein Unikum. Ja, er war ein Mann, der das Wort Heimat mit Leben füllte. Friedel Monaco alias Friedel von Hagen ist tot. Der Musiker, Produzent, DJ, Moderator und Alleinunterhalter aus Georgsmarienhütte wurde am 6. Februar im Alter von 60 Jahren viel zu früh aus dem Leben gerissen.

Friedel von Hagen hinterlässt seine ganz speziellen musikalischen Spuren. Er war rund um die Uhr unterwegs – ein Party-Botschafter weit über die Grenzen des Osnabrücker Landes hinaus. Da, wo Friedel auflegte, herrschte gute Laune. Und seine eigenen Kompositionen musste nicht jeder mögen, aber ein Song wie zum Beispiel „Tante Jutta aus Kalkutta“ läuft gerade wieder bundesweit bei vielen Karnevalspartys rauf und runter.

Bis in die 1980er-Jahre war Friedel von Hagen Frontmann, Sänger und Gitarrist der Rockband Oxalis. Mit seiner legendären Moonlight-Disco war er in den 1980er- und 1990er-Jahren insbesondere in der Partyszene in Georgsmarienhütte und Hagen nicht wegzudenken. Es gab Zeiten, in denen die Traditionskneipe Stock in Hagen bereits um 20 Uhr überfüllt war, wenn DJ Friedel mit seiner Moonlight-Disco anrückte.

Friedel von Hagen – ein Mann aus dem Volk für das Volk. Der Osnabrücker Musiker und Kinderliedermacher Frank Acker bringt es in seinem persönlichen Nachruf im Internet auf der Facebook-Seite des Verstorbenen treffend auf den Punkt: „Friedel war Friedel und hat sein Ding gemacht. Egal, was die anderen denken. Leider gab es solche Typen viel zu selten. Einen Friedel von Hagen konnte man nicht verbiegen, er hatte seine Meinung, und das war gut so. Einer seiner größten Träume war, einmal in die Media-Control-Charts mit seinen Songs zu kommen. Musik war sein Leben.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, allenfalls noch der Refrain des Evergreens von Trude Herr, der auch für die Traueranzeige ausgewählt wurde: „Niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier.“


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