Wasser fließt zu langsam ab Probleme am Rückhaltebecken in GMHütte-Malbergen



Georgsmarienhütte. Am Wochenende hat sich die Situation bereits wieder entspannt. Aber das Überlaufen des Rückhaltebeckens in Malbergen am Freitag hat Anwohner beunruhigt. Die Malberger fühlen ihre Bedenken nicht ernst genommen. Seit Monaten haben sie bei der Stadt die aus ihrer Sicht zu geringe Abflussmenge aus Regenrückhalte- und Hochwasserbecken in den Malberger Graben kritisiert.

Für GMHüttes Fachbereichsleiter Herbert Reinersmann haben die heftigen Regenfälle am Freitag gezeigt: „Das System funktioniert – allerdings bisher nicht ganz so wie erhofft“, wie er einräumt. Aber die Situation in Malbergen sei die einzige, die den Verantwortlichen Probleme bereite . Reinersmann: „An allen anderen Stellen, an denen wir nach dem Hochwasser 2010 bei der Regenrückhaltung tätig geworden sind, wie zum Beispiel Suttmeyers Wiesen in Kloster Oesede oder am Gartmannsbach, läuft nach der Erweiterung der Drosseln der Ablauf des Wassers wie geplant.“ Nur in Malbergen sei dies nicht der Fall. Hier gebe es das Problem, dass bei den Berechnungen für die wasserrechtliche Genehmigung nicht im Blick gewesen ist, wie mit anhaltenden Regenereignissen ablauftechnisch umgegangen wird. Das lasse sich erst im neuen Jahr kläre, da beim Ingenieurbüro, das die Grundlagen für die Planung erarbeitet habe, derzeit die zuständigen Mitarbeiter bereits im Weihnachtsurlaub seien. Es ist auch geprüft worden, ob durch Sofortmaßnahmen eine Verbesserung erreicht werden kann. Das ist aber nicht der Fall. Reinersmanm: „Wir haben deshalb Vorsorge getroffen, dass bei anhaltendem Regen entsprechende Einsatzkräfte vor Ort sind.“

Donnerstag ist die Malberger Situation auch Thema in der letzten Ratssitzung im auslaufenden Jahr gewesen. Da ging es um die Anfrage des Malberger CDU-Vertreters Frank Düssler, ob neue bauliche Erweiterungen wie der entstehende Awigo-Neubau am Harderberg beziehungsweise geplante Gewerbeflächen in Malbergen beim Stauvolumen bereits eingerechnet seien. Reinersmann hat das für bisherige Vorhaben wie Awigo bejahrt. Bei neuen Projekten müsse die Situation geprüft werden .


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