Weihnachtsmarkt in Alt-Hütte Klein, aber mit langer Tradition in GMHütte

Kurz vor seinem anstrengenden Bescherungstag am Heiligen Abend erschien der Weihnachtsmann zur Freude zahlreicher Kinder höchstpersönlich. Foto: Rolf HabbenKurz vor seinem anstrengenden Bescherungstag am Heiligen Abend erschien der Weihnachtsmann zur Freude zahlreicher Kinder höchstpersönlich. Foto: Rolf Habben

Georgsmarienhütte. Nahezu alle Weihnachtsmärkte im Osnabrücker Land sind in den vergangenen Adventswochen zwischenzeitlich abgefeiert, haben die Lichter gelöscht und ihre Pforten geschlossen. Nicht so in Alt-Georgsmarienhütte. Hier hält es ein kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt mit der Tradition.

Ja, es stimme: Zum dritten Mal waren die Buden und Gastro-Stände am Kasinopark vor dem zeitgenössischen Ambiente der historischen Klöcknerhäuser aufgebaut. „Aber wir feiern unseren Weihnachtsmarkt bereits zum 20. Male. Siebzehn Jahre war der Standort am Waldbad“, verrät Peter Hoppe von den „Waldbad-Freunden“ als Mitveranstalter – und das immer am jeweils letzten Adventswochenende.

Hier lägen sie etwas zentraler, ergänzt sein Kollege Bernd Waldmann mit Blick auf die bessere Erreichbarkeit der Besucher. Befürchtungen, dass die Bürger inzwischen der vielen Weihnachtsmärkte in den letzten Wochen überdrüssig seien, teilen sie nicht: „Wir haben bislang mit dem Zeitpunkt zum vierten Advent sehr gute Erfahrungen gemacht“, unterstreichen beide dazu unisono.

Neben den Waldbad-Freunden treten der örtliche Heimatverein sowie die Arbeiterwohlfahrt (Awo) als Veranstalter auf. Gerade das letzte Adventswochenende sei der richtige Zeitpunkt, einen Weihnachtsmarkt zu gestalten, hob der stellvertretende Bürgermeister Georg Daudt in seiner Begrüßung hervor. Pater Karl von der Herz-Jesu-Kirche stieß in das gleiche Horn. Er habe kürzlich in der Zeitung mit den großen Lettern gelesen, dass vierzig Prozent der Bundesbürger froh seien, wenn der Weihnachtstrubel mit all dem Stress vorüber sei. „Ich gehöre nicht dazu“. Er habe auch nicht „den Druck der Geschenkübergabe“. Vielmehr freue er sich, dass die Kinder angesichts der Ferien mehr Zeit mit ihren Eltern hätten. Die Feiertage seien auch eine Zeit der Ruhe und Besinnlichkeit. Er freue sich darüber hinaus auf die „besonderen Düfte in Häusern und Kirchen“, so Pater Karl.

Petrus selbst meinte es ebenfalls gut mit den Veranstaltern und Besuchern. Pünktlich zur Eröffnung am Freitagnachmittag hatte er seine Schleusen mit Dauerregen geschlossen. Vielleicht hatte ihn ja die Bläsergruppe des Musikvereins Georgsmarienhütte mit ihren imposanten Klängen aus Trompete, Tuba und Posaune milde gestimmt. Vielleicht war es aber auch der Weihnachtsmann, der höchstpersönlich in Begleitung zweier Esel zur Freude zahlreicher Kinder auf dem Markt erschien.

Trotz des verregneten Samstags waren die Veranstalter mit dem Besuch „unterm Strich“ sehr zufrieden.


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