Historisches Flair im Südkreis Mit Liedern und Fanfaren in die Weihnachtsmarktsaison

Von Petra Ropers


Bad Iburg/Georgsmarienhütte. Liebevoll geschmückte Holzbuden luden in Kloster Oesede zwischen Kirche und Konvent zum geselligen Miteinander ein. In den ehrwürdigen Mauern des Bad Iburger Schlosses verband sich der Zauber der Adventszeit mit mittelalterlichem Flair: Die ersten Weihnachtsmärkte stimmten am Wochenende auf die nahenden Festtage ein.

Mittelalterliche Händler und Handwerker schlugen auf der Klotzbahn ihre Zelte auf. Durch die verwinkelten Innenhöfe schallte der Klang von Schalmei, Fiedel und Dudelsack: In Bad Iburg bildete die fürstbischöfliche Residenz traditionell die eindrucksvolle Kulisse für das Marktgeschehen, das am Wochenende gleich eine doppelte Eröffnung feierte: In der Schlosskirche begrüßte Bürgermeisterin Annette Niermann zunächst die jüngsten Marktbesucher.

Strahlende Fanfarenstöße gaben wenig später auf der Klotzbahn das offizielle Startsignal für die beiden Markttage. Mit leuchtenden Augen drängten sich die Grundschulkinder vor der Bühne. Schließlich wartete auf sie noch eine süße Überraschung. „Es gibt viele geheimnisvolle Ecken zu entdecken“, weckte Annette Niermann die Neugier auf den Markt, der mit niveauvollem Kunsthandwerk, alten Handwerkstechniken und kreativen Geschenkideen zum Bummel durch Gassen, Räume und Höfe des Schlosses einlud.

Feuerzangenbowle von der Jugendfeuerwehr und „Zeltlager-Kakao“ von der Kolpingfamilie dampften nach der Eröffnung zu den mittelalterlichen Weisen von Satolstelamanderfanz und Sonor Teutonicus in den Bechern. Im überdachten Ulmenhof und in den Sälen des Schlosses zog eine große Kreativausstellung die Blicke auf sich. In der Kirche stimmten am Sonntag weihnachtliche Lieder des MGV Iburg und Zithermelodien auf die Adventszeit ein.

Besonderer Charme in Kloster Oesede

Schmucke Holzbuden, flackernde Feuerstellen und das historische Ambiente von Kirche und Konvent verliehen dem Weihnachtsmarkt in Kloster Oesede seinen ganz besonderen Charme. Viele Gruppen und Vereine trugen am Wochenende zum bunten Bild auf der Wiese bei. Ihre Nähmaschinen setzten dafür erstmals die Messdiener in Gang und hielten selbst gefertigte Geschenkideen von der Handytasche bis zur Geschenkbox bereit.

Mit allerlei Leckereien vom Fischbrötchen bis zum Wurstebrot verwöhnte der Heimatverein die Besucher. Eine kulinarische Premiere feierten die „nature kids & teens“ mit fleischlosem Veggie-Gyros. Heißer Winterapfel von der Kolpingfamilie, Feuerzangenbowle von der Feuerwehr oder doch lieber gesunder Sanddornpunsch? An wärmenden Getränken gegen die frostigen Temperaturen herrschte zwischen Kirche und Konvent kein Mangel.

Einen Besuch im gemütlichen Budenrund ließ sich angesichts des vielfältigen Angebotes neben Bürgermeister Ansgar Pohlmann auch der Nikolaus nicht entgehen. Die Erwachsenen lud er ein, die Hektik der Vorweihnachtszeit für ein paar Stunden hinter sich zu lassen, zu den weihnachtlichen Melodien der „Saitenspringer“ ganz ohne Hast zu klönen und sich füreinander Zeit zu nehmen. Für die kleinen Besucher brachte der Mann im roten Mantel einen ganzen Korb voller Nüsse und Süßigkeiten mit.

3000 Euro für den guten Zweck

Vorweihnachtliche Geschenke gab es auch von der Werbegemeinschaft Kloster Oesede. Insgesamt 3000 Euro aus Spenden von Klosteraner Unternehmen und dem Verkauf der Familienkalender gingen zu gleichen Teilen an den Förderverein „Kloster Kidz“ der Graf-Ludolf-Grundschule für den Fortbestand des Schulchores, an den Förderverein der Sophie-Scholl-Schule für den Erwerb einer Mofa und an den Kindergarten Kloster Oesede.

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