Debatte zur Sexualkunde Osnabrücker Professor greift Gleichstellungsbeauftragte an

Professor Manfred Spieker kritisiert die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Osnabrück, Monika Schulte. Foto: Petra PieperProfessor Manfred Spieker kritisiert die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Osnabrück, Monika Schulte. Foto: Petra Pieper

Osnabrück. Der emeritierte Osnabrücker Professor Manfred Spieker reagiert auf die Kritik der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Osnabrück, Monika Schulte, an seinem Vortrag und greift seinerseits Schulte an: „Etwas zu kommentieren, das man nicht gehört hat, ist kühn, geht man doch das Risiko ein, daneben zu treffen und mehr über sich selbst als über den Vortragenden zu sagen.“ Spieker hatte in einem Vortrag im Gemeindesaal der Heilig-Geist-Kirche Oesede die Lobby der Homosexuellen kritisiert und bekräftigt das in einem Brief an unsere Redaktion noch einmal.

Darin führt der Sozialwissenschaftler aus: „Schulte erweckt den Eindruck, als müsste ich belehrt werden über die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Chancengleichheit von Mädchen und Jungen, die Verpflichtungen des Mannes in Haushalt und Kindererziehung, die Vielfalt der Kulturen und Religionen, die offene Gesellschaft und das Grundgesetz.“ Spieker hatte in seinem Vortrag unter dem Thema „Das Ende von Mann und Frau?“ über „Gender-Mainstreaming, allgemein definiert als Strategie zur Herstellung von Chancengleichheit für Frauen und Männer“ gesprochen. Darin erwähnte er, dass schwul-lesbische Initiativen wie die „SchLAU“-Initiative, die einen schwul-lesbischen Aufklärungsunterricht praktiziere, Kinder letztlich dazu „zwingt, Homosexualität gut zu finden“.

Die Gleichstellungsbeauftragte Schulte hatte ihm daraufhin vorgeworfen : „Indem er davon ausgeht, dass es entweder Frau oder Mann gibt und diese auf jeden Fall nicht homosexuell sind, ist für ihn die Menschheit schnell erklärt.“ Man dürfe aber nicht die Fortschritte und die wachsende Offenheit ausblenden. Sie betonte: „Die Vielfältigkeit der Menschen, die verschiedenen Kulturen, Religionen und Geschlechter führen zu einer offenen Gesellschaft, die jede Verschiedenheit gleich schätzt.“

In dem Brief an unsere Redaktion ist es Spieker aber wichtig, klarzustellen, dass er über die Gender-Ideologie und die ihr folgende „Sexualpädagogik der Vielfalt“ des Kieler Pädagogen Uwe Sielert gesprochen habe, auf die die Landesregierungen in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen die Schulen verpflichten wollten. Spieker echauffiert sich: „Schwul-lesbische Initiativen wie ,SchLAu Niedersachsen‘ sollen den Unterricht ohne jede Kontrolle der Schule und der Eltern durchführen.“ Unter dem Deckmantel der Vielfalt betreibt diese Sexualpädagogik laut Spieker „eine Indoktrination der Kinder, die den Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung Rörig davor warnen ließ, dass sie das Schamgefühl verletze“.

Spieker verlangt in seinem Brief von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Osnabrück, sich kritisch mit dieser Sexualpädagogik zu beschäftigen.