Monatsabrechnung später erfolgt Kurzer Streik der Schlachter bei EGO in GMHütte

Von Wolfgang Elbers

Mehr als eine Stunde ist Donnerstagfrüh am EGO-Schlachthof nicht gearbeitet worden. Foto: Archiv/GründelMehr als eine Stunde ist Donnerstagfrüh am EGO-Schlachthof nicht gearbeitet worden. Foto: Archiv/Gründel

Georgsmarienhütte. Eine Kolonne von Werkarbeitern, die auf dem Schlachthof der Erzeugergemeinschaft Osnabrück (EGO) im GMHütter Stadtteil Harderberg tätig sind, haben am Mittwochmorgen um sechs Uhr rund eine Stunde lang die Arbeit niedergelegt. Auslöser der Protestaktion: Die Endabrechung für den Monat Oktober ist nicht wie gewohnt zur Mitte des Folgemonats auf den Konten der bei einem Subunternehmen beschäftigten Werkvertragler gewesen.

Erst nachdem Schlachthof-Geschäftsführer Christian Vallo den rumänischen Mitarbeitern zugesichert hat, dass er dafür garantiere, dass die vollständige Überweisung bis neun Uhr am Vormittag erfolge, wurde die Arbeitsniederlegung kurz nach sieben Uhr beendet. Doch knapp zwei Stunden später hat der Schlachtbetrieb erneut geruht, da die Rumänen sich Gewissheit verschaffen wollten, dass die noch ausstehenden Gelder auch wie versprochen auf den Konten eingegangen sind. Schlachthof-Leiter Vallo soll ob der erneuten Arbeitsverzögerung drei Streikenden mit einem Hausverbot gedroht haben. Die Situation entspannte sich aber, als die Arbeitnehmer die Rückmeldung bekamen, dass die Überweisungen wie versprochen getätigt waren.

EGO -Geschäftsführer Rudolf Festag: „Es hat sich nach unserem Kenntnisstand um ein Missverständnis gehandelt.“ Die Endabrechung für Oktober habe sich verzögert, da in dem Monat erstmals ein höherer Abschlag gezahlt worden sei. Nach Auskunft des Dienstleistungsunternehmens werde die Restzahlung ab Dezember besser abgestimmt. Die Verzögerungen beim Schlachtablauf sind nach EGO-Angaben im Verlauf des Tages größtenteils abgearbeitet worden.