Start am nächsten Montag „GMHütte on Ice“: Beste Sicht auf Eislaufzauber

Von Wolfgang Elbers


Georgsmarienhütte. Nur noch sechs Tage sind es bis zum Start der vierten „GMHütte on Ice“-Auflage, die ab kommenden Montag, 24. November, wieder sechs Wochen lang Schlittschuh-Laufspaß bietet. Fragen an Olaf Bick, Geschäftsführer des Stadtmarketingvereins, zu der Aufgabe, die Hüttenstadt bei Temperaturen im knapp zweistelligen Bereich in Eiszauber-Stimmung zu versetzen.

Herr Bick, viele denken bei der momentanen Wetterlage eher an Matsch als an Schnee und Eis. Haben Sie schon die Schlittschuhe aus dem Keller geholt?

Meine eigenen Schlittschuhe liegen aktuell noch im Warmen und Trockenen, werden aber in den nächsten Tagen auf das Eistreiben vorbereitet. Viel wichtiger ist jedoch, dass die mehr als 160 Paar Schlittschuhe für den Verleih „fahrbereit“ sind und ab Montag, 24. November, genutzt werden können.

Diese Woche läuft der Aufbau der 20 mal 12 Meter großen Eislauffläche und der Gastro-Buden. Was ist inzwischen Routine, und wo stellen sich jedes Jahr neue Herausforderungen?

Das Grundkonzept von „GMHütte on Ice“ hat sich in den vergangenen drei Jahren bewährt und wird daher beibehalten. Insofern wissen wir inzwischen, was in der Planung beachtet werden muss und welcher zeitliche Vorlauf notwendig ist. Eine Herausforderung sind sicherlich die jeweiligen Optimierungen. Die jetzt gefundene Lösung für den Brunnenbereich ermöglicht eine Art Rundgang um das Kopfende der Eisbahn. Zudem wird der Platz rund um den Springbrunnen als Terrasse ausgebaut, die einen freien Blick auf die Eisbahn ermöglicht. Auch das benötigte Personal ist jedes Jahr aufs Neue eine Herausforderung. Es müssen immerhin sechs Wochen fast täglich von morgens 7 bis abends nach dem Eisstockschießen gegen 22 Uhr genug Kräfte für die Kasse, den Schlittschuhverleih oder die Technik verlässlich zur Verfügung stehen. Da sind insgesamt mehr als 20 Personen im Einsatz.

24000 Liter Wasser müssen bis zum kommenden Wochenende eine Eisfläche werden. Wie hoch sind die Kosten, um sechs Wochen lang im Untergrund für die notwendigen Minus-Temperaturen zu sorgen?

Die Energiekosten können wir aufgrund der vergangenen drei Jahre sehr gut kalkulieren. Ein wesentlicher Teil der Energie ist für das erstmalige Einfrieren der Fläche sowie für das Auftauen nach Veranstaltungsende notwendig. Die Energiekosten für den laufenden Betrieb sind viel geringer, als vermutet wird. Insgesamt beträgt der Anteil an den Gesamtkosten von 120000 Euro nur um die sieben Prozent. Ich denke aber nicht, dass die kompletten sechs Eislaufwochen so milde Temperaturen herrschen wie zurzeit.

Und wenn doch ...?

Dann hätten wir die gleiche Situation wie bei der Premiere vor drei Jahren, als an keinem „GMHütte on Ice“-Tag Frost herrschte.

Ein wichtiger „GMHütte on Ice“-Bestandteil sind die Laufzeiten für Schulen am Vormittag. Aus welchen Umlandgemeinden kommen die Schüler?

An insgesamt 19 Vormittagen können Schulen die Eislaufbahn für ihren Schulsport nutzen. Dieses Angebot richtet sich zunächst an alle Schulen in GMHütte, die wie in den Vorjahren sehr fleißig die Eisbahn buchen. Inzwischen hat sich dieses Angebot aber so herumgesprochen, dass Schulen insbesondere aus Osnabrück oder Bad Iburg und Hagen die Sportstunde auf der Eisbahn in Anspruch nehmen möchten. Die Anmeldungen sind noch nicht abgeschlossen.

Ein Publikumsmagnet ist das Eisstockschießen, bei dem wieder 256 Teams mit rund 1500 Teilnehmern an den Start gehen. Können Sie sich noch eine Ausweitung vorstellen?

Das Turnier im Eisstockschießen hat sich in den vergangenen drei Jahren von 80 über 160 auf nunmehr 256 Mannschaften entwickelt. 16 Teams sind pro Spieltag im Einsatz. Wir sind einhellig der Meinung, dass eine Ausweitung der Teamanzahl nur zulasten der Qualität und damit auch des Spaßfaktors gehen würde. Diejenigen, die diesmal keinen Startplatz im Turnier mehr erhalten haben, können an den Spieltagen von 18.30 bis 19 Uhr am neuen Einzel-Eisstockschießen teilnehmen – ohne vorherige Anmeldung.

„GMHütte on Ice“ ist ein Riesenerfolg – mit einem Minus, das jedes Jahr nur einige Tausend Euro beträgt. Gibt es neue Ideen?

Vorstellbar ist noch vieles: Vergrößerung der Eisfläche, optimierter Gastrobereich oder weitere Programmhighlights. Aber das ist auch alles eine Kostenfrage. Insgesamt bin ich der Meinung, dass sich „GMHütte on Ice“ in der derzeitigen Form sehr gut sehen lassen kann.