Kurze Wege, große Räume Bettenhaus im Franziskus-Hospital eingesegnet

Von Regine Hoffmeister

Nahmen den Neubau in Augenschein: Werner Lullmann, Geschäftsführer Niels-Stensen-Kliniken, Winfried Hardinghaus, Ärztlicher Direktor KSG, Verwaltungsdirektor Uwe Hegen, Schwester M. Georgia, Oberin Franziskus-Hospital Harderberg, Michael Kamp, Geschäftsführer KSG, Cornelia Rundt, niedersächsische Sozialministerin (von links). Foto: Gert WestdörpNahmen den Neubau in Augenschein: Werner Lullmann, Geschäftsführer Niels-Stensen-Kliniken, Winfried Hardinghaus, Ärztlicher Direktor KSG, Verwaltungsdirektor Uwe Hegen, Schwester M. Georgia, Oberin Franziskus-Hospital Harderberg, Michael Kamp, Geschäftsführer KSG, Cornelia Rundt, niedersächsische Sozialministerin (von links). Foto: Gert Westdörp

Georgsmarienhütte. 132 Krankenbetten bietet der Erweiterungsbau K des Franziskus-Hospitals Harderberg. Doch bevor in der nächsten Woche die ersten Patienten einziehen können, segnete Generalvikar Theo Paul die neuen Räume ein. Ein „Klima der Gastfreundschaft und Wertschätzung“ wünschte er bei der Einweihung allen Mitarbeitern im Haus trotz der oft widrigen Arbeitsbedingungen wie sie im Gesundheitswesen herrschen.

Ganze 16 Jahre hatte es vom ersten Bauantrag bis zur feierlichen Einweihung des Neu- und Erweiterungsbaus K im Franziskus-Hospital Harderberg gedauert, berichtete Franziskus-Hospital-Geschäftsführer Michael Kamp. Das Niedersächsische Sozialministerium, der Planungsausschuss des Landes Niedersachsen und die Oberfinanzdirektion haben den 40 Million Euro teuren Neubau aber letztlich genehmigt und mitfinanziert.

Sozialministerin Cornelia Rundt nannte dies eine Investition in „zukunftsfeste Strukturen“. Trotz der bislang mangelhaften Patientenzimmer habe sich das Franziskus-Hospital einen hervorragenden Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus erarbeitet. Besonders die Orthopädie und das Brustzentrum seien herausragend in ihren Leistungen.

„Im ländlichen Raum ist es wichtig, dass innerhalb von einer halben Stunde ein Krankenhaus erreicht werden kann – und das ohne Blaulicht“, betonte die Ministerin. Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus sind die neue zentrale Notaufnahme und die neu ausgestattete Radiologie-Abteilung untergebracht. In den fünf oberen Geschossen, die zur besseren Orientierung alle in unterschiedlichen Farben gehalten sind, befinden sich die Patientenzimmer. Die hellen, neu eingerichteten Ein-, Zwei- und Drei-Bett-Zimmer verfügen alle über ein eigenes Bad, was eine große Verbesserung gegenüber dem Altbau darstellt, in dem die Nasszellen auf den Fluren zu finden waren. Zudem gibt es auf jeder Etage einen ansprechend gestalteten Gästeraum, einen Balkon, eine Stationsküche und einen Raum für Krankengymnastik.

Neue Intensivstation

„Wir haben es geschafft, eine Brücke zu schlagen zwischen modernster Technik und zugleich einer warmen, freundlichen Atmosphäre“, sagte Verwaltungsdirektor Uwe Hegen bei der Führung durch die neuen Räume. Den vereinbarten Zeitplan habe man dabei fast eingehalten, was der hervorragenden Planung der Architekten, Ingenieure, Bauleiter und Handwerker geschuldet sei.

Mit der Einweihung des Bettenhauses ist der Baulärm im Franziskus-Hospital Harderberg, unter dem Mitarbeiter und Patienten lange Zeit leiden mussten, aber nur vorübergehend gewichen. Schon im März 2015 soll die neue Intensivstation gebaut werden, was weitere eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen wird. „Wenn 2018 dann auch noch Eingangsbereich und Cafeteria renoviert sind, beginnt dann bei uns die Zeit der großen Langeweile“, scherzte Geschäftsführer Kamp mit Blick auf den letzten geplanten Bauabschnitt.

Am Sonntag, 16. November, von 10 bis 17 Uhr lädt das Franziskus-Hospital Harderberg Interessierte zu einem „Tag der offenen Tür“ ein, bei dem das neue Bettenhaus besichtigt werden kann. Dabei gibt es unter anderem Führungen durch die neue Zentrale Notaufnahme und Reanimationsvorführungen mit einer Simulationspuppe. In der „unfallchirurgischen Werkstatt“ können Schrauben und Platten ausprobiert werden. Im „Teddybär-Krankenhaus“ werden von Kindern mitgebrachte Teddys und Puppen verarztet.