Renovierung im Frühjahr vorbei GMHütte: Paletti zieht bald ins Kutscherhaus

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Georgsmarienhütte. Im Hinterhof der Villa Stahmer entsteht ein kleines Schmuckstück: Das ehemalige Kutscherhaus des herrschaftlich anmutenden Gebäudeensembles wird derzeit von Grund auf umgebaut und modernisiert. Spätestens im Frühjahr 2015 soll dort die Kunstschule Paletti einziehen, die derzeit noch in einem Kellerraum der Museumsvilla untergebracht ist.

„Mit dem bevorstehenden Umzug beendet die Kunstschule endlich ihre jahrelange Wanderschaft“, freute sich Norbert Albes aus dem Vorstand der ehrenamtlich geführten Kunstschule bei der offiziellen Baustellenbegehung mit allen Unterstützern und Förderern des Projekts. Seit ihrer Gründung vor 23 Jahren musste die Schule nämlich bereits dreimal umziehen: Vom Kasino-Hotel in die Malberger Mühle, dann in die ehemalige Lehrlingswerkstatt der Georgsmarienhütte GmbH und zuletzt in die Villa Stahmer. „Bei unseren Mal- und Bastelkursen mit 20 und mehr Kindern ist es schon manchmal schwierig mit dem Platz“, beschrieb Dozentin Stephanie Striethorst die gegenwärtige Situation im Villakeller.

In den neuen Räumlichkeiten wird es dieses Problem nicht mehr geben: Von 60 Quadratmetern vergrößert sich die Aktionsfläche für die jungen Nachwuchskünstler auf ganze 200 Quadratmeter. In den vier Räumen im Erdgeschoss und im ersten Stock werden ein großes helles Zeichenatelier, ein Raum für die frühkindliche Kunsterziehung, ein Werkraum für Holz- und Keramikarbeiten und ein Computerraum für die Neuen Medien eingerichtet. Zusätzlich soll es einen Ausstellungsraum und kleine Büroräume unter dem Dach geben. Bei den Umbauten werde großer Wert auf die Erhaltung der denkmalgeschützten Fachwerkfassade gelegt, berichtete Architekt Anton Hornstein. „In den Siebzigerjahren wurden unsachgemäß dampfdichte Farben auf die Fassade aufgebracht, welche die Bausubstanz geschädigt haben“, berichtete er.

Diese Schäden habe man zunächst behoben, bevor man jetzt an die Neugestaltung und Dämmung des Gebäudes gehen könne. Für das Dach seien extra alte Ziegel herangeschafft worden, die der historischen Bauzeit entsprechen. Das 1905 errichtete Kutscherhaus, in dem der Kutscher beziehungsweise spätere Automobil-Chauffeur der Familie Stahmer wohnte, solle seinen ursprünglichen Charakter behalten, auch wenn anstelle der großen hölzernen Garagentore nun bodentiefe Atelierfenster eingebaut werden, versicherte Hornstein.

Die Kostenberechnung für die Sanierung liegt derzeit bei maximal 550000 Euro. Finanziert wird diese Summe mit 261400 Euro durch die Kulturförderung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), einen Zuschuss von 75000 Euro von der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück und 20000 Euro von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Die restliche Finanzierung von geschätzt 193600 Euro wird die Stadt übernehmen.


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