Serie zu Ehrenämtern Georgsmarienhütter Duo engagiert sich im Haus am Kasinopark

Von Horst Troiza

Erika Antoniewicz (links) und Jutta Sabielny engagieren sich ehrenamtlich im Haus am Kasinopark in Georgsmarienhütte. Foto: Horst TroizaErika Antoniewicz (links) und Jutta Sabielny engagieren sich ehrenamtlich im Haus am Kasinopark in Georgsmarienhütte. Foto: Horst Troiza

Georgsmarienhütte. Seit der Eröffnung sind Erika Antoniewicz und Jutta Sabielny ehrenamtlich im Haus am Kasinopark in Georgsmarienhütte tätig. Der von ihnen geleitete Tanzkreis, der sich auch um das gemeinsame Singen und Geschichtenerzählen dreht, ist eines der beliebtesten Beschäftigungsangebote der Senioreneinrichtung.

Heute ist Planungstag. Erika Antoniewicz und Jutta Sabielny besprechen die Abfolge der Übungen für den Sitztanzkreis in wenigen Tagen. Seit Jahren bereiten sich die beiden gewissenhaft auf das Treffen mit den alten Menschen vor. Sie wissen , dass diese leicht ermüden und es sinnvoller ist, das Programm vorher abzusprechen.

Die zwei Frauen sind die guten Seelen des Hauses . Seit Jahren engagieren sie sich hier regelmäßig an zwei Tagen in der Woche und leisten einen großen Beitrag zum Beschäftigungsangebot der Einrichtung. „Auf der einen Seite sorgen wir uns mit dem Tanzangebot um das körperliche Befinden, andererseits vernachlässigen wir den Kopf nicht und bieten Gedächtnistraining an“, beschreibt Antoniewicz.

Sie hat kurz nach der Eröffnung im Jahr 2008 angefragt, ob es etwas für sie zu tun gäbe. Nach ihrem Arbeitsleben, das sie unter anderem in der Bekleidungsbranche und bei einer Arzneimittelfirma verbrachte, suchte die rührige Frau eine Beschäftigung. Sie wurde nicht weggeschickt, im Gegenteil: Die Hausleitung war gleich vollauf begeistert. Mit der kurz nach ihr dazugekommenen Jutta Sabielny bildet sie seitdem ein Team, das die Bewohner in Bewegung und bei Laune hält. Um eine fundierte Basis zu erhalten, hatten sie entsprechende Kurse bei der VHS besucht. „Inzwischen kommen 15 von ihnen zu uns. Manchmal sind sie ganz ungeduldig und fragen nach, wann wir denn wieder hier sind“, freut sich Sabielny, die früher als Kinderpflegerin im evangelischen Kindergarten tätig gewesen ist.

Allmählich kommen die beiden Ehrenamtlichen jedoch etwas in die Jahre und beenden zum Jahresende ihr Engagement in der Tanzgruppe. Es sei eine Entscheidung, die ihnen beiden nicht leichtgefallen sei. „Es hat von Anfang an viel, viel Spaß gemacht, aber es ist auch sehr anstrengend und zeitaufwendig gewesen“, erklären sie. Der Entschluss steht nun fest, traurig sind sie nur darüber, dass bisher noch niemand gefunden worden ist, der die Aufgabe danach übernimmt. Allerdings wollen sie den Singkreis und auch das Gedächtnistraining weiter führen.

Der Rücktritt vom Tanzkreis berührt andere ehrenamtliche Tätigkeiten der zwei Frauen aber nicht. Jutta Sabielny bekleidet seit Jahrzehnten Ämter im Vorstand der Blaukreuzler, gegenwärtig ist sie dort Vorsitzende. Ihre Kollegin ist seit 14 Jahren beim Krankenbesuchsdienst tätig. Zusätzlich sind noch in ihren Kirchengemeinden tätig. Viel Arbeit koste das alles, Zeit ebenfalls, aber es mache einen froh, wenn das geschätzt werde und ein aufrichtiges „Dankeschön“ komme, sagen sie beide.