Helfen macht Freude Spielzeugmarkt in Georgsmarienhütte für brasilianische Kindern

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Georgsmarienhütte. Sie bezeichnen ihr Engagement als Hobby: Rund 30 Helfer der Helder Camara Brasilienpartnerschaft e.V. aus dem Umkreis von Kloster Oesede organisierten jetzt – wie seit vielen Jahren immer Anfang November – im Saal Steinfeld einen großen Spielzeugmarkt zugunsten ihrer Projekte.

Und wie in den Vorjahren auch war der Käuferandrang beträchtlich. Schon vor der Öffnung um 14 Uhr standen Interessenten aus Stadt und weitem Umland Schlange, um die schönsten Teile aus dem breiten Angebot zu ergattern. Alles fürs Kind – Babyausstattung, gut erhaltenes Spielzeug aller Art, Bücher, Fahrräder und sonstige Fahrzeuge – wechselte in Windeseile den Besitzer.

An dem „Marketing“-Konzept ist vor allem interessant, dass die Waren im Auftrag des Eigentümers angeboten werden, der sie verkaufsfertig verpackt und den Preis bestimmt. Davon erhält er 75 Prozent; 25 Prozent fließen der Brasilienpartnerschaft zu.

Der Erlös des Spielzeugmarktes und einer angeschlossenen Cafeteria wird für die laufenden Kosten des Hauptprojekts in Caapora im Nordosten Brasiliens verwendet. In der ländlich geprägten Region mit einer Zuckerrohr-Monokultur ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch. Die Kloster Oeseder geben Hilfe zur Selbsthilfe und ermöglichen zur Zeit 26 Kindern den Besuch ihrer Dom Helder Camara-Schule. „Wir machen ihnen Bildung schmackhaft, im wahrsten Sinne des Wortes, denn mit einer täglichen kostenlosen Mahlzeit für die Kinder überzeugen wir viele Eltern, die angesichts der allgemeinen Perspektivlosigkeit einen Schulbesuch für unnötig halten“, erläutert Susanne Niermann.

Mit zusätzlichen Spenden werden Schulkleidung und Ranzen für die Kinder und kürzlich sogar eine neue Kücheneinrichtung finanziert. Die Helder Camara Patenschaft steht in ständigem Kontakt mit der Projektgruppe in Caapora. „Wir fühlen uns durch den Austausch und bei Besuchen schon durch ihre Lebensfreude reich beschenkt“, berichtet Josef Bartelt.

„Manche Kritiker meinen, dass sich so viel Mühe nicht lohnt; sie schimpfen über die Ungerechtigkeit in dieser Welt, bleiben aber auf dem Sofa sitzen“, fügt Susanne Niermann hinzu. „Wir Vereinsmitglieder sind anderer Meinung, denn unser ‚Tropfen auf den heißen Stein‘ gibt Kindern einen Schulplatz, die sonst nie eine Schule besuchen könnten. Unser Tropfen bringt Bäche zum Fließen.


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