Unterschiedliche Einschätzungen Lob und Kritik für neues Busangebot in Georgsmarienhütte

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Im September startete Bürgermeister Ansgar Pohlmann den Anrufbus an der neuen Haltestelle am Rathaus Georgsmarienhütte. Foto: Detlef HeeseIm September startete Bürgermeister Ansgar Pohlmann den Anrufbus an der neuen Haltestelle am Rathaus Georgsmarienhütte. Foto: Detlef Heese

we/pm Georgsmarienhütte. Unterschiedlich fallen die Einschätzungen zum vor zwei Monaten gestarteten neuen GMHütter Buskonzept aus. Während Bürgermeister Ansgar Pohlmann und die CDU-Fraktion „positive Wirkungen“ des neuen Angebots sehen, besteht für SPD/Linke-Gruppe und Grünen-Fraktion auch Anlass für Kritik.

Nach Angaben der Planos (Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück) hat zum Beispiel der neu angebotene Anrufbus, der in GMHütte seine Premiere in der Region erlebt, im Oktober 452 Fahrgäste verzeichnet – nach 130 Kunden in den ersten drei Septemberwochen seit dem Fahrplanwechsel . GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann freut sich „über die positiven Wirkungen der neuen Bausteine im ÖPNV-Konzept für GMHütte“. So zeigten zum Beispiel die positiven Rückmeldungen zum Anrufbus, das GMHütte mit der Idee, auf der Stadtbuslinie mit kleineren Fahrzeugen zu verlässlichen Zeiten weiter in die Fläche des Stadtgebietes zu kommen, auf einem guten Weg sei. Pohlmann: „Wir werden die Angebote und ihre Relation zu den früheren eingefahrenen Linien weiterhin intensiv bewerben und erklären müssen.“ Auch bleibe die entsprechende Anbindung der „Egge“ und des Stadtteils Harderberg eine Herausforderung.“

Christoph Ruthemeyer, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, sieht eine gute Entwicklung: „Die Neuerungen werden auch von älteren GMHüttern positiv angenommen, da es jetzt eine deutlich bessere Anbindung der Stadtteile an das Zentrum gibt.“ Ob auch die Nutzerzahlen entsprechend seien, werde die weitere Entwicklung zeigen. Ruthemeyer: „Politik muss neuen Projekten auch Zeit geben, sich zu entwickeln.“

Für die SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Jantos bleibt beim neuen Busangebot noch einiges zu tun. „Unser erklärtes Ziel war es, das bisherige Angebot zu ergänzen und auf keinen Fall feste Strecken durch einen Anrufbus zu ersetzen. Dieses wurde leider nicht vollständig beachtet“, stellt sie heraus. Allerdings hätten die Taktzeiten insbesondere in den Abendstunden ausgeweitet werden können. Bedauerlich ist aus ihrer Sicht, dass gerade in den Außenbereichen bei den potenziellen Nutzern die Fahrpläne nicht an alle Haushalte verteilt worden seien. Dieses sollte sofort nachgeholt werden.

Für den Grünen-Fraktionsvorsitzenden Thomas Korte ist mit den Neuerungen „ein erster Schritt zur Attraktivierung getan“. Es gebe aber sicherlich noch Verbesserungsmöglichkeiten wie eine Angebotserweiterung von GMHütte nach Osnabrück nach 20 Uhr.

Die GMHütter Grünen haben im September einen Test des neu eingeführten Anrufbusses vorgenommen, um zu beurteilen, inwieweit die Erhöhung der jährlichen Kosten um rund 80000 auf insgesamt mehr als 200000 Euro für das Busangebot gerechtfertigt ist. Wenn feste Linien gestrichen würden und Busse nur nach telefonischer Bestellung führen, sei das eine Verschlechterung, habe die übereinstimmende Auffassung der Teilnehmer gelautet. Kritisiert werde, dass die Fahrten nach Osnabrück jetzt länger dauerten und in Oesede ein Umstieg erforderlich sei. Vor viel Telefoniererei gehe er lieber von Oesede zu Fuß, habe ein Nutzer berichtet, zumal eine längerfristige Vorbestellung des Anrufbusses als schwierig gesehen werde.


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