452 Fahrgäste im Oktober Anrufbus kommt in GMHütte langsam auf Touren

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Im September startete Bürgermeister Ansgar Pohlmann den Anrufbus an der neuen Haltestelle am Rathaus Georgsmarienhütte. Foto: Michael GründelIm September startete Bürgermeister Ansgar Pohlmann den Anrufbus an der neuen Haltestelle am Rathaus Georgsmarienhütte. Foto: Michael Gründel

Georgsmarienhütte. Große Aussagekraft haben die Zahlen knapp zwei Monate nach dem Start des neuen GMHütter Buskonzepts noch nicht. Doch die Oktoberbilanz weist ein deutliches Plus aus: Der zum Fahrplanwechsel am 11. September eingeführte Anrufbus hat im zweiten Monat 452 Fahrgäste plus ein Kinderwagen verbucht – eine Steigerung um 225 Prozent gegenüber den 130 Kunden in den drei Septemberwochen.

Das ist für Harald Schulte, Verantwortlicher Planung Bus bei der Planos (Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück) , eine „erfreuliche Entwicklung“. Insgesamt ist nach seinen Aussagen aber ein Zeitraum von mindestens zwei Jahren notwendig, bis verlässliche Aussagen zur Akzeptanz der neu eingeführten Buslinien möglich sind. Schulte: „Aber die Tendenz stimmt.“

Da ihm noch keine detaillierte Auswertung der Oktoberzahlen vorliegt, gibt es auch noch keine Aussagen zum Fahrgastverhalten beim Anrufbus. Denn die neue Linie 451, die Oesede mit Dröper, Brannenheide, Kloster Oesede und Holsten-Mündrup verbindet, sowie die Sonn- und Feiertagsanschlüsse der Linien 452 (Oesede, Alt-Hütte, Malbergen und Holzhausen bis zum Bahnhof Sutthausen) und 464 (auf dem Abschnitt Oesede - Gildehaus - Tannenkamp) verkehren nur, wenn sie zuvor mindestens 60 Minuten vor Abfahrt unter Telefon 0541/20022266 bestellt werden.

Der Anrufbus kommt in GMHütte erstmals in der Region zum Einsatz. Für die Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) ist dies ein wichtiger Test im Hinblick auf eine geplante Ausweitung dieses Angebots im Osnabrücker Raum. Das Modell ist für Kommunen interessant, da Leerfahrten entfallen und dadurch Kosten gespart werden können.

Erfolgt eine telefonische Busanforderung, bedient der bei einem Busunternehmen im Oeseder Zentrum für den Einsatz bereitstehende Kleinbus, der neben zehn Sitzmöglichkeiten über zwei Kinderwagen-/Rollstuhl-Plätze verfügt, die angeforderten Haltepunkte, aber nicht die komplette Linienroute. Im September wurden die meisten Fahrten mit einem Fahrgast im Bus absolviert. Schulte: „Es gab auch Fahrten mit fünf und mehr Fahrgästen, aber das war die Ausnahme.“

Mehr als die Hälfte der Fahrten entfielen in den ersten Wochen auf den Zeitraum von montags bis freitags. Fahrtziel oder Ausgangspunkt war vor allem Gildehaus im Oeseder Zentrum. Für Busplaner Schulte ganz klar der Hauptumsteigpunkt in GMHütte: „Das belegen die Anrufbus-Zahlen eindrucksvoll.“


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