Ein echter Dauerbrenner Feuerabend in Georgsmarienhütte zieht Tausende Besucher an

Von Danica Pieper


Georgsmarienhütte. Der November ist normalerweise eher als trüb und dunkel bekannt, doch in Oesede beginnt der Monat traditionell hell erleuchtet: Der Feuerabend der Citygemeinschaft verwandelte die Georgsmarienhütter Innenstadt erneut in ein Lichtermeer. Auch in diesem Jahr strömten wieder Tausende Besucher zur Oeseder Straße, die mit unter anderem mit Feuerkünstlern, Mittelalter-Musik und einer Schmiede lockte.

Das Wetter meinte es gut mit der Oeseder Citygemeinschaft: Bei milden Temperaturen kam beim diesjährigen Feuerabend schon fast spätsommerliches Flair auf. Tausende Besucher flanierten die Oeseder Straße auf und ab oder machten es sich vor einer der zahlreichen Imbissbuden bequem, um entspannt etwas zu essen und sich zu unterhalten. „Das gute Wetter ist unser großer Freund“, meinte auch die Vorsitzende der Citygemeinschaft Karin Kemper. „Da macht es einfach Spaß, in der Dunkelheit zu marschieren.“

Neben den Feuersäulen, Fackeln und Windlichtern, die die Oeseder Straße säumten, hatten die Organisatoren erneut ein buntes Programm zusammengestellt. So beeindruckte Mr. Magicfire seine Zuschauer mit Feuerspucken oder dem Jonglieren brennender Stäbe, während die Bands „Sonor Teutonicus“ und „Forum Porcina“ die Massen mit ihrer mittelalterlichen Musik um sich scharten. Zum ersten Mal auf dem Feuerabend vertreten waren eine Mittelalter-Schenke und die offene Schmiede der Erlebnispädagogen von „Games and Ropes“.

Zu den Jungschmieden an diesem Abend gehörten auch 13 Schüler der „Coolen Schule“ , der Schülerfirma der Carl-Stahmer-Hauptschule. „Die Citygemeinschaft hat bei uns angefragt, um wir Lust hätten, daran teilzunehmen und den Besuchern das Schmieden zu zeigen“, erklärte der pädagogische Mitarbeiter Ralf Ingenpass. Die Organisatoren wollten so vor allem Kinder für das Angebot interessieren – mit Erfolg: Obwohl es etwa eine Stunde dauerte, ein kleines Messer zu herzustellen, drängten sich die Teilnehmer um die Schmiede. Auch Simon trat eifrig ins Pedal der Windturbine, um die Glut zu erhitzen. Schmieden sei schon schwer, befand der Achtjährige, „aber es macht auch Spaß.“

Daneben nutzen viele Besucher die verlängerten Öffnungszeiten bis 21 Uhr, um durch die Geschäfte zu bummeln, darunter auch zahlreiche Gäste aus Nordrhein-Westfalen. „Man denkt immer, die fahren bis Osnabrück durch, aber so ist das gar nicht“, berichtete Kemper. Mittlerweile ist der Feuerabend schon so fest im Oeseder Veranstaltungskalender verankert, dass selbst die Veranstalter nicht ganz genau wissen, um die wievielte Auflage es sich handelte. „Wir sind uns aber zu 99 Prozent sicher, dass es das neunte Mal war und wir nächstes Jahr Jubiläum feiern“, so Kemper. Obwohl der Feuerabend schon so häufig stattgefunden hat, sei von einer Besuchermüdigkeit nichts zu spüren – im Gegenteil: „Es wird jedes Jahr mehr“, erklärte die Vorsitzende. „Manche Kunden rufen schon im Herbst an und fragen, wann es wieder soweit ist.“