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Keine Fremdeinwirkung? 34-jährige Tote in Georgsmarienhütte entdeckt

Am Samstagmorgen wurde in Georgsmarienhütte eine 34-jährige Frau tot im ehemaligen Düte Café an der Oeseder Straße gefunden. Symbolfoto: Elvira PartonAm Samstagmorgen wurde in Georgsmarienhütte eine 34-jährige Frau tot im ehemaligen Düte Café an der Oeseder Straße gefunden. Symbolfoto: Elvira Parton

Georgsmarienhütte. Am Samstagmorgen hat es einen Großeinsatz der Polizei an der Oeseder Straße gegeben. Eine 34-jährige Frau war kurz nach 9.30 Uhr tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Der Vermieter hatte sofort die Polizei alarmiert. Da eine Stichverletzung vorlag, wurde auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Fünf Streifenwagen, ein Notarztfahrzeug und zivile Beamte des Zentralen Kriminaldienstes und Kriminalermittlungsdienstes waren vor Ort. Alexander Retemeyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück: „Es sah zunächst alles nach einem Tötungsdelikt aus.“

Das gegenüber dem Oeseder Haller-Willem-Haltepunkt gelegene Tatort-Haus war bis in die Abendstunden abgesperrt. Es wurden intensive Ermittlungen durchgeführt und aufwendig mögliche Tatspuren gesichert.

Der Leichnam der Frau wurde noch am Abend obduziert. Ergebnis: keine Anzeichen für eine Fremdeinwirkung. Staatsanwaltschaftssprecher Retemeyer: „Das ist der Ermittlungsstand. Der zuständige Staatsanwalt war Samstag bis zum Abend im Einsatz.“

Das Großaufgebot an Polizei und Ermittlern dürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass das Haus im südlichen Bereich der Oeseder Straße seit einigen Jahren einen zweifelhaften Ruf hat. Es hätte sich danach um eine Tat im Rotlichtmilieu handeln können.

An der Vorderfront des Gebäudes, auf dessen Hofseite früher das Dütecafé ein beliebter Oeseder Treffpunkt war, findet sich etwas zurückliegend ein Nebeneingang zu Räumen, in denen Wohnungsprostitution betrieben wird.

Die Stadt hat seit Ende Februar 2011 Kenntnis von dem Angebot. Doch die lokalen Einflussmöglichkeiten sind gering, da es sich hier nicht um ein klassisches Bordell handelt. Bärbel Lührmann, Leiterin des Fachbereichs Bürger und Ordnung im GMHütter Rathaus: „Wir haben in solchen Fällen ordnungsrechtlich keine Handhabe gegen Angebote, die gemeinhin als ältestes Gewerbe der Welt bezeichnet werden.“

Lührmann kündigte an, dass die Stadt zusammen mit dem Landkreis, der in bauordnungsrechtlichen Fragen zuständig ist, die Situation aber jetzt noch einmal prüfen werde.


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