Für weitere 16000 Haushalte Schnelles Internet in Georgsmarienhütte

Von Frank Muscheid

Telekom-Techniker Niklas Brörmann (von links), Karl-Heinz Rempe, Ansgar Pohlmann, Telekom-Techniker Kevin Jones und Vertriebsbeauftragter Breitband Klaus Karneth starten Georgsmarienhüttes Breitbandnetz. Foto: Frank MuscheidTelekom-Techniker Niklas Brörmann (von links), Karl-Heinz Rempe, Ansgar Pohlmann, Telekom-Techniker Kevin Jones und Vertriebsbeauftragter Breitband Klaus Karneth starten Georgsmarienhüttes Breitbandnetz. Foto: Frank Muscheid

Georgsmarienhütte. Datenbahn frei für 16000 GMHütter Haushalte: Sie können – entsprechende Verträge vorausgesetzt – seit Montag auf das auf 100 Megabit in der Sekunde beschleunigte Ortsnetz mit der Vorwahl 05401 zugreifen – eines der ersten in Niedersachsen mit neuer Vectoring-Technik.

Dafür hat die Telekom seit Anfang März 58 Kilometer Glasfaserkabel im Boden versenkt und rund 70 „Multifunktionsgebäude“ erneuert . Bürgermeister Ansgar Pohlmann drückte jetzt auf den symbolischen Startknopf vor einem dieser Riesenkästen an der Feuerstätte 22 in Oesede.

Karl-Heinz Rempe, Telekom-Vertriebsbeauftragter in der Region Nord, erläuterte dabei die neue Fibre to the Curb (FTTC)-Technik – übersetzt „Glasfaser bis zum Bürgersteig“: „Das Gehäuse des alten Kabelverzweigers bleibt stehen, wir legen dort Glasfaser rein.“ Diese münde in einer mit Strom versorgten Systemtechnik, von der weiterhin die bisherigen Kupferkabel in die Häuser abgehen. Durch die Vectoring-Technik würden elektromagnetische Störungen der Kupferleitungen beseitigt, die Geschwindigkeit auch darin vervielfacht: Die Nutzer könnten mit ihren alten Hausanschlüssen bis zu 100 Megabit pro Sekunde abrufen und bis zu 40 Megabit pro Sekunde hochladen, gleichzeitig telefonieren, surfen oder fernsehen. Seit August haben schon 3000 Haushalte in der Hagener Obermark diese Möglichkeit.

Vor vier Jahren seien im Landkreis noch flächendeckende zwei Megabit, in seinem Wahlkampf dann 16 Megabit „das Maß der Dinge“ gewesen, so Pohlmann. Im Sommer 2013 war dann klar: „Wir haben hier noch was anderes vor.“ Für Georgsmarienhütte sei es ein Glücksfall, dass die Telekom bis auf fünf Verteiler alle „überbaut“ und erschlossen und sich nicht die Rosinen herausgepickt habe. Diese Kommunikationsinfrastruktur sei unabdingbar, „um in dieser Stadt wohnen, leben und arbeiten zu können“.