Kampfmittelexperte im Einsatz Blindgängern in GMHütte auf der Spur

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Flächen in Kloster Oesede und Oesede im Bereich der Bahnlinie untersucht Kampfmittelexperte Ernst-Werner Heinecke (links) derzeit nach möglichen Blindgängern. Foto: Gert WestdörpFlächen in Kloster Oesede und Oesede im Bereich der Bahnlinie untersucht Kampfmittelexperte Ernst-Werner Heinecke (links) derzeit nach möglichen Blindgängern. Foto: Gert Westdörp

Georgsmarienhütte. Eigentlich ist Kampfmittelexperte Ernst-Werner Heinecke Verwaltungsangestellter der Stadt Osnabrück. Seit inzwischen zwölf Jahren überprüft er in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Geobasisdaten und Landentwicklung (LGNG), ob sich vorliegende Verdachtsmomente für einen Blindgänger bestätigen.

Der 57-Jährige: „Ausgangspunkt der Arbeit in GMHütte waren Sondierungen in den Osnabrücker Stadtteilen Nahne und Sutthausen, bei denen dann auch Bereiche am Harderberg und in Holzhausen einbezogen wurden.“ Vor knapp zwei Monaten wurde in Kloster Oesede mit der systematischen „Oberflächendetektion“ begonnen. Heinecke: „Der Zeitpunkt ist günstig, da viele Felder schon abgeerntet sind.“

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Nach einem Informationsabend zu den untersuchten Bereichen sind mit den Anliegern die Verdachtspunkte besprochen worden, die sich durch Luftbild-Auswertungen ergeben haben. Der Blindgängerexperte: „Häufig bekommen wir bei diesen Kontakten Hinweise, wo es im Zweiten Weltkrieg Bombentreffer gegeben hat.“

In GMHütte sind das vor allem die Bereiche an der Bahnstrecke, da es in der Kriegszeit außer dem Stahlwerk keine großen Betriebe in den damaligen Gemeinden Alt-Georgsmarienhütte, Harderberg, Kloster Oesede, Oesede und Malbergen gab. Anfang August ist Heinecke mit Mitarbeitern einer auf Kampfmittelbeseitigung spezialisierten Firma an der Straße Im Sutarb mit den Sondierungen der Verdachtspunkte angefangen.

Im Abstand von rund eineinhalb Metern wird dabei zu dritt jeweils mit Messgeräten ein Korridor abgeschritten. Bei „ferromagnetischen Störungen“ durch größere metallische Gegenstände schlagen die Sensoren aus. Mit 19 rund vier Meter tiefen Bohrlöchern in einem Umkreis von sechs Metern wird dann in Zweifelsfällen abgecheckt, ob es sich um eine Fliegerbombe handelt.

Heinecke: „Wir haben schon alles gehabt – einen Blindgänger, der sich zehn Zentimeter unter der Grasnarbe befand, oder einen Verdachtspunkt, der sich als vergessene Brechstange im Untergrund entpuppte.“ Gewissheit gebe es erst, wenn der Metallkörper freigelegt werde.

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Der Einsatz in GMHütte wird noch einige Woche dauern: Rund zwei Drittel der knapp 60 Punkte sind bisher überprüft.


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