Großes Interesse am Entwurf Georgsmarienhütte: Pläne für neues Gemeindezentrum

Von Danica Pieper

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Georgsmarienhütte. Die Planungen für das neue Gemeinde- und Familienzentrum der Lutherkirche gehen in die nächste Phase: Im alten Gemeindehaus stellte der Kirchenvorstand jetzt den Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs vor. Bis Weihnachten 2015 soll an der Kirchstraße ein multifunktionaler Treffpunkt für Jung und Alt entstehen.

Allein die Präsentation des Entwurfs war Beweis dafür, dass die Lutherkirche ein neues Gemeinde- und Familienzentrum braucht: Bei gut 70 Besuchern drohte der Saal des alten Gemeindehauses aus allen Nähten zu platzen. Im Juni hatten die Verantwortlichen einen Architekturwettbewerb zur Gestaltung des neuen Zentrums ausgerufen. 38 Entwürfe gingen ein; am Ende entschied sich das Preisgericht für die Pläne eines Büros aus Oldenburg. „Das ist er, und er ist nahezu perfekt“, präsentierte Thomas Schleicher vom Kirchenvorstand den Siegerentwurf.

Standort des neuen Zentrums ist die Fläche zwischen Lutherkirche und Spielplatz. Der Entwurf sieht die Errichtung eines zweigeschossigen Gebäudes vor: Im Erdgeschoss befinden sich das Gemeindebüro, Besprechungsräume, eine Küche und ein hundert Quadratmeter großer Saal, der in drei kleinere Räume unterteilt werden kann. Das Obergeschoss beinhaltet Jugendräume sowie eine Sprachwerkstatt. Beide Etagen sind wie auch die Toiletten barrierefrei. Einziger Knackpunkt: Das Obergeschoss ist abgesehen von der Treppe nur durch einen hinteren Eingang betretbar. Der Weg dorthin führt über die Außenanlagen, wobei eine Höhendifferenz von etwa drei Metern überwunden werden muss. Die Verantwortlichen versprachen jedoch, den Zugang so leicht wie möglich zu gestalten.

„Kleines Highlight“, so Schleicher, sei die Dachterrasse: „Die Idee ist eigentlich aus einer Bierlaune heraus entstanden, aber dann hat sie sich in den Köpfen eingeschweißt.“ Besonders wichtig war der Kirchengemeinde auch der Außenbereich, der zu einer Art Marktplatz und damit zu einem zentralen Treffpunkt in Alt-Georgsmarienhütte werden soll. Die Zuschauer beschäftigte vor allem die Frage nach Parkplätzen: 20 neue Stellmöglichkeiten sollen auf der Südseite der Kirche entstehen.

Außerdem stellte Sozialarbeiterin Sandra Ludwig von der Diakonie schon einmal die Angebote des neuen Familienzentrums vor. Geplant sind unter anderem eine multikulturelle Frühstücksrunde, ein Leseclub, eine Nachmittagsbetreuung und ein Elterncafé. Das Zentrum steht dabei nicht nur Gemeindemitgliedern, sondern allen Menschen offen.

Die Kosten für das neue Zentrum belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf 900000 bis 950000 Euro und werden zu je einem Drittel von der Landeskirche, dem Kirchenkreis und der Lutherkirchengemeinde übernommen. Der Neubau ist Teil der „Ortsteilentwicklung Alt-Georgsmarienhütte“, die auch eine Neugestaltung des Rehlbergs und einen neuen Kindergarten an der Kirchstraße vorsieht. Kirchenvorstandsvorsitzender Günter Wilde freute sich, dass die Zentrumsplanungen nach vielen Gesprächen nun in die nächste Runde gehen: „Wir träumen nicht mehr, wir sind mittendrin.“


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