Info-Abend in der Landvolkhochschule GMHütte und fünf weitere Kommunen gehen neue Förderwege

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Hoffen auf rege Beteiligung an der Auftaktveranstaltung in der Oeseder Landvolkhochschule am Dienstag, 22. September, um 19 Uhr (von links): Frank Ludden (Projektbüro), Frank Jansing (Wirtschaftsförderer Wallenhorst), GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann und dessen Bissendorfer Amtskollege Guido Halfter.Foto: Projektbüro pro-t-inHoffen auf rege Beteiligung an der Auftaktveranstaltung in der Oeseder Landvolkhochschule am Dienstag, 22. September, um 19 Uhr (von links): Frank Ludden (Projektbüro), Frank Jansing (Wirtschaftsförderer Wallenhorst), GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann und dessen Bissendorfer Amtskollege Guido Halfter.Foto: Projektbüro pro-t-in

Georgsmarienhütte. Die Kommunen in der Region müssen neue Wege beschreiten, um in der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 zum Beispiel an die bisher als Dorferneuerungsprogramm verteilten Mittel zu kommen. Künftig gibt es Gelder für Wegeausbau oder Tourismus-Projekte nur noch, wenn Städte und Gemeinden gemeinsam die regionale Entwicklung voranbringen. GMHütte, Belm, Bissendorf, Hagen, Hasbergen und Wallenhorst haben sich deshalb zur „Region Hufeisen“ zusammengeschlossen.

Der Name bezieht sich auf die Lage der beteiligten Kommunen rund um das Oberzentrum Osnabrück. Am Dienstagabend werden ab 19 Uhr in einer öffentlichen Informationsveranstaltung in der Landvolkhochschule Oesede (Gartbrink 5) die neuen Förderstrukturen des Integrierten Ländlichen Entwicklungs-Konzeptes (Ilek) vorgestellt. Denn Brüssel ist Bürgerbeteiligung in diesem Prozess besonders wichtig.

GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann: „Es geht bei dem Termin darum, Ideen zu entwickeln, auf welchen Themenfeldern die sechs Städte und Gemeinden der Hufeisen-Kooperation gemeinsam etwas für den ländlichen Raum in der Region bewegen können.“ Als mögliche Projekte für Kooperationen kommen nach den Worten seines Bissendorfer Amtskollegen zum Beispiel interkommunale Entwicklungen in Bereichen wie Siedlungsstruktur, öffentlicher Nahverkehr oder Ausbau des Radwegenetzes durch E-Bike-Stationen in Betracht. Guido Halfter: „Das ist ein sehr spannender Prozess, von dem die Region bei der Verteilung der EU-Mittel stark profitieren kann.“

Rund zehn Millionen Euro sind in der letzten, 2013 zu Ende gegangenen siebenjährigen Förderperiode in die Region geflossen. Jetzt werden bis 2020 rund 100 Millionen Euro in Niedersachsen verteilt, sodass die Kommunen im Landkreis sogar mit höheren Zuschüssen als in der Vergangenheit rechnen können. Wallenhorsts Wirtschaftsförderer Frank Jansing: „Die Bürgerversammlung ist die Auftaktveranstaltung, um Ideen zu sammeln und Perspektiven zu entwickeln, bei welchen Projekten zum Beispiel auch Kommunen und private Investoren kontinuierlich zusammenarbeiten könnten.“ Für Hagens Bürgermeister Peter Gausmann wichtig: „Der ländliche Straßen- und Wegebau sowie die Stärkung kleiner Ortsteile im Hinblick auf eine älter werdende Bevölkerung.“

Erste zu meisternde Hürde: die Entwicklung eines gemeinsamen Programms, welche Projekte sich anbieten, um die Entwicklung der rund 108000 Einwohner zählenden und eine Fläche von mehr als 300 Quadratkilometern umfassende Hufeisen-Region voranzubringen. Bis Anfang 2015 muss das Konzept vorliegen. Es bildet dann die Basis, um Fördermittel von EU, Bund und Land einzuwerben. Besonderes Bonbon: Die ausgewählten Ilek-Regionen erhalten zu der 30-Prozent-Förderung einen zusätzlichen Bonus von 10 Prozent.

Die Beteiligung am Prozess ist also finanziell attraktiv und die Veranstaltung am Dienstag der Auftakt. Es folgt dann im Laufe des Oktober in jeder Kommune ein „Ilek vor Ort“-Termin, bei dem Ideen und Anregungen für Kooperationen in der Hufeisen-Region weiter vertieft werden. In diesen lokalen Arbeitskreisen können sich Interessenvertreter verschiedenster Bereiche einbringen.

Aus dem Kreis werden dann sogenannte Botschafter in den Arbeitskreis „Ilek Regional“ entsandt, um für ihre Kommunen die Ergebnisse regional zu vertreten. Darüber hinaus ist hier auch der „Regionale Arbeitskreis Siedlungsstruktur“ vertreten, der sich aus den Bau- und Planungsämtern der sechs Hufeisen-Kommunen zusammensetzt.

Im November folgt dann ein regionales Arbeitstreffen zur Abstimmung der gemeinsamen Entwicklungsziele. GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann, der wie die meisten seiner Amtskollegen am Dienstag ab 19 Uhr an der Bürgerversammlung teilnehmen wird: „Das ist sicher erst einmal ein abstrakter Prozess, der aber auf Feldern wie Bildungs- und Betreuungsangebote, Versorgungssituation, Hochwasserschutz oder für Projekte der Hufeisen-Kommunen im Rahmen der Landesgartenschau in Bad Iburg für wichtige Impulse sorgen kann.“

Er weist noch einmal darauf hin, dass alle Bürgerinnen und Bürger der sechs Kommunen eingeladen sind, an der Veranstaltung Dienstag teilzunehmen und sich in den Prozess einzubringen.


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