Neuer Planentwurf vorgelegt Mehr Lärmschutz für GMHütter Baugebiet Auf der Nathe

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Georgsmarienhütte. Eigentlich sollten die vorgesehenen 40 bis 45 Grundstücke des geplanten Baugebiets Auf der Nathe zum Ende 2014 in die Vermarktung gehen. Doch Lärmschutzaspekte sowie andere Einwendungen zum Planentwurf, die Ergebnis der Beteiligung der Öffentlichkeit sind, verzögern das Verfahren. Der geänderte Plan sieht jetzt einen zweieinhalbgeschossigen Wohnblock als Abschluss der Bebauung vor.

Ein Mitarbeiter des Wallenhorster IPW-Planungsbüros hat die vorgenommenen Änderungen am Entwurf jetzt im Stadtplanungsausschuss vorgestellt. Schon bei der Behandlung der Lärmproblematik in der Januar-Sitzung des Ausschusses hatte es kontroverse Auffassungen gegeben, was sinnvoll ist, um auf der Richtung Firma Wiemann gelegenen Nordseite die gesetzlich erlaubten Immissionswerte einzuhalten. Da war als eine Lösung vorgesehen, bei den zu dieser Seite liegenden Schlafräumen den Einbau nicht zu öffnender Fenster vorzuschreiben.

Der das Verfahren begleiteten IPW-Planer: „Der bisher vorgesehene Immissionsschutz ist nicht ausreichend, um die zulässigen Werte vor allem in den Nachtstunden zu erreichen.“ Deshalb wäre bei der Beibehaltung dieser Lösung ein Konflikt zwischen geplantem Wohngebiet sowie Betrieb und Erweiterung des Unternehmens Oeseder Möbelindustrie vorgezeichnet. Dies hätten sowohl die Industrie- und Handelskammer als auch die Rechtsanwälte der Firma in ihren Stellungnahmen im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit deutlich gemacht.

Deshalb ist jetzt unter anderem als nördlicher Abschluss der Bebauung eine zweistöckige, „schallabschirmende Reihenhauszeile“ mit einem Staffelgeschoss vorgesehen. Länge des sechs Wohnhäuser verbindenden Schallschutz-„Riegels“: rund 70 Meter. Außerdem ist der Abstand zur vorhandenen angrenzenden Bebauung auf acht Meter erweitert worden. Bei zwei Enthaltungen der Grünen-Vertreter beschloss der Ausschuss, auf der Grundlage des geänderten Planentwurfs eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen. Der Zeitraum, Anregungen vorzutragen, wird auf zwei Wochen begrenzt.

Sitzungsleiter Volker Beermann (SPD), der den verhinderten Ausschuss-Vorsitzenden Thorsten Schoppmeyer (CDU) vertrat, setzt darauf, dass das Konfliktpotenzial jetzt „entschärft“ ist. Grünen-Vertreter Robert Lorenz bezweifelt allerdings, dass die Häuserhöhe ausreichenden Schallschutz gewährleistet.

Auf die nächste Sitzung hat der Ausschuss den Punkt „Bebauungsplan Wiesenbach“ vertagt, da hier Probleme bei den Sitzungsunterlagen aufgetreten waren.


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