Gemeinsamer Gottesdienst 150 GMHütter Wallfahrer ziehen nach Malbergen

Von Frank Muscheid

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Sichtbares Zeichen der Verbundenheit war der Wallfahrtsgottesdienst in Malbergen. Foto: Frank MuscheidSichtbares Zeichen der Verbundenheit war der Wallfahrtsgottesdienst in Malbergen. Foto: Frank Muscheid

Georgsmarienhütte. Mit ihrer erster Sternwallfahrt zum gemeinsamen Gottesdienst am Samstag vor der Schützenhalle Malbergen haben rund 150 Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinden St. Antonius Holzhausen-Ohrbeck und Herz-Jesu Georgsmarienhütte ein Zeichen für ihre Pfarreiengemeinschaft gesetzt. Sie besteht seit 2009.

Nach gut einstündiger Wallfahrt aus Alt-GMHütte und Holzhausen trafen die beiden Gruppen in Malbergen zusammen, um mit ihrem Pfarrer Pater Karl Eveld sowie Pastor Matthias Köster und Pastor Nkem Hyginus, der in Nigeria Projekte leitet und über den Sommer hilft, Freiluft-Gottesdienst zu feiern. Für Pater Karl ist der Ort idealer Mittelpunkt zwischen den Gemeinden, der auch bei Regen mit der Schützenhalle genug Platz biete: „Wir sind seit 2009 eine Pfarreiengemeinschaft. Mit der Aufgabe, aufeinander zuzuwachsen, haben wir uns entschieden, diese erste gemeinsame Wallfahrt zu feiern.“ Im Herbst berate der Pfarrgemeinderat über ähnliche Folgeveranstaltungen.

Auch in seiner Predigt rückte Pater Karl Gemeinschaften in den Mittelpunkt. „Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich dabei – mitten unter ihnen auf Augenhöhe in Herznähe“, zitierte er die im Matthäus-Evangelium verdichtete Lehre Jesu von der Kirche. Gebe sich Jesu mit so wenigen zufrieden? Jesus spreche nie „von der Kirche im Großen. Weltkirchliche Dimensionen habe er nicht im Blick. „Wir freuen uns, dass unsere Kirche auf der Welt eine präsente Größe ist und mit ihren karitativen Werken und Worten auch Einfluss hat“, deswegen gelte ein besonderer Gruß Pastor Hyginus: „Du bist die Weltkirche, die in Malbergen anwesend ist“.

Für Jesus sei Kirche aber kein Massenevent, sondern „ein lokales Ereignis“: „Da, wo Menschen in überschaubaren Lebensräumen ihn vermissen und ihm den Platz freihalten, stellt er sich ein.“ Mit dem Tausch der Kerzen aus den jeweiligen Kirchen, mit Fürbitten von Ehrenamtlichen beider Gemeinden, mit Symbolen wie Stahl oder Erntegaben als Grundlagen der GMHütter Gemeinden, aber auch dem beim Katholikentag 2008 als Zeichen der Gemeinsamkeit überreichten Pilgerstab zeigten die Gläubigen ihre Verbundenheit. Musikalisch setzte der „Heart-Chor“ aus Alt-GMHütte unter Leitung von Ludger Kuhlmann Akzente: „Stell dir vor, eine Welt, in der jeder gewinnt“, sang der Chor, „jetzt und hier mit dir“. Auch für die eigenen Reihen sucht er Verstärkung.


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