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Ausgelassene Stimmung in GMHütte Zweiter Tag von Hütte Rockt trumpft mit regionalen Bands

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Georgsmarienhütte. Ein Tag voller Musik auf der Wiese: Pünktlich um 11.30 Uhr startet der zweite Tag des Hütte Rockt-Festivals vor den Toren von Georgsmarienhütte – mit Blasmusik. Anschließend gab es Rock in dem verschiedensten Variationen auf die Ohren.

Zwar war das Areal vom Regen des Vortages ziemlich matschig, aber immerhin blieb es bis auf wenige kurze Regenschauer von oben trocken.

Bis die Headliner Emil Bulls die Bühne enterten, wurde den Zuschauern das volle Programm geboten. Zum Auftakt gab es blasgewaltige Töne im Bierzelt: Das Blasorchester Kloster Oesede trat in die Fußstapfen der traditionellen Blaskapelle von Wacken – allerdings nicht mit Interpretationen bekannter Metalsongs, sondern mit traditionellen Stücken aus eigenem Repertoire.

Anschließend ging es auf der Bühne mit regionalen Acts weiter: Die Basement Apes aus dem Osnabrücker Südkreis, die im vergangenen Jahr den Rock in der Region-Wettbewerb gewonnen hatten, lieferten traditionellen Hardrock, Indeft aus Osnabrück brachten handgemachte Alternative Sounds. Nach dem Yoga Club mobilisierten Hi! Spencer die Open Air-Zuschauer vor der Bühne. Ihre Mischung aus Alternative-Sounds und der Urkraft des Punk machte schon kräftig Spaß und bewies einmal mehr, dass die Truppe außerordentliche Livequalitäten an den Tag legt. Ein Heimspiel absolvierten Purid, eine Metal-Truppe mit massiven Thrash-Einflüssen. In der Band wirken Mitglieder der Kultmetaller Deterrent mit, die auch schon am Vorabend mit einem kurzen, aber heftigen Gastauftritt bei der Frog Bog Dosenband für Stimmung sorgten.

Wie die Stimmung war, ist in unserer Bildergalerie zu sehen ››

Mit dem Song „Scheiß auf die Disco“ sprach Deutschrocker Sebel den Zuschauern aus der Seele, der den Reigen der Bands von außerhalb eröffnete. Er war aus dem Ruhrgebietsstädtchen Wanne-Eickel angereist, derweil Liedfett sich als waschechte Hanseaten outeten. In der Tradition der Monsters Of Liedermaching oder von Das Pack intonierten die drei Hamburger Jungs dreckige Lieder und auch einen gesellschaftskritischen Song: „Du bist Deutschland“. Zwei halbwüchsige Kids tanzten und sangen auf der Bühne kräftig mit. Dazu lachte die Sonne vom Himmel.

Die Wohnraumhelden aus Hannover, vor Kurzem noch im Spitzboden der Lagerhalle zu Besuch, betätigten sich fortan als Pausenclowns: Eine Piaggio Ape, dieses urige italienische Dreiradgefährt, haben Christoph Stein-Schneider, Ex-Mitglied von Fury In The Slaughterhouse, und sein Sidekick Fabian Schulz zur Minibühne umgebaut. Umgeben von indischen Gottheiten agierten sie mit Gitarren, Keyboards und diversem Schlagwerk, um skurrile Lieder über Fleischsalat und Werbeslogans zu intonieren. Damit die Musiker selbst nicht vom Fleisch fallen, sorgt übrigens eine ehrenamtliche Catering-Crew für die Verpflegung .

Dass es nicht immer nur Sauflieder sein müssen, bewies Daniel Wirtz, seines Zeichens Ex-Sänger von Sub7even. Mit seiner Band Wirtz schaffte er den Grat zwischen gradlinigem, treibendem Rock mit feinen Untertönen sowie akustischen Akzenten und nachdenklichen Texten. Außerdem brilliert er mit starker Stimme. Den Song „Frei“ widmete er allen Menschen, die „sich nur zwei Flugstunden entfernt im Krieg befinden“.

Als Headliner traten schließlich die Emil Bulls aus München beim Hütte Rockt auf, bevor Mr. G And His Billy Boys einen Ausstand in Rock´n´Roll-Manier hinlegten.

Hier geht es zu den Bildern von Tag eins ››


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