Besucher feiern trotzdem Hütte Rockt bei strömendem Regen

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Georgsmarienhütte. Obwohl die Wetter-Prognosen zunächst freundlich ausfielen, gestaltete sich der erste Abend von Hütte Rockt leider recht feucht. Als die Metalcoreband Anthemdown aus Osnabrück die Bühne betrat, regnete es ordentlich. Doch siehe da: Bei dem Konzertstart-Schlachtruf, den die Skapunk-Truppe Destination Anywhere hinter der Bühne Arm in Arm erschallen ließ, konnte man die Sonne untergehen sehen.

Einen schweren Start hatten Anthem Down: Nur wenige Zuschauer verfolgten den energiegeladenen Auftritt der Metaller mit Frontfrau Rebecca, die melodischen Gesang mit gutturalem Geschrei mixte.

Gegen 19 Uhr ging es mit Therapiezentrum weiter. Kommentar von Gitarrist Matze: „Aus unserer Perspektive ein Super-Konzert. Wir haben ganz viele positive Rückmeldungen von Zuschauern bekommen, die unsere Band noch nicht gesehen haben.“ Und das Wetter sei beim Hütte Rockt auch schon mal schlechter gewesen.

Zu den Songs von AC/DC ließen es sich die Fans zünftigen Hardrocks nicht nehmen, dem Wettergott zu trotzen: Sie versammelten sich gruppenweise in Regenjacke oder Plastikumhang überm Pullover vor der Bühne und reckten die Fäuste zum Metalgruß.

„Jetzt kommt die Sonne raus“, sang zu späterer Stunde ein Mann auf der Bühne. Zum Soundcheck der Ska-Punk-Band Destination Anywhere brach der Himmel auf. „Das ist ja richtig romantisch“, meinte ein Zuschauer, der gerade aus dem Bierzelt kam und den vom Sonnenuntergang geröteten Himmel hinter der Bühne erblickte. Tatsächlich blieb es trocken, solange Destination Anywhere ihre flockige Mixtur aus Ska, Reggae und Rock servierten. „Habt ihr Lust zu hopsen“, fragte der Sänger und lieferte, angetrieben von einer dreiköpfigen Bläsersektion, deutsche und englische Songs, auch ein Lied über ein Mädchen, das im Sommerkleid am Strand die Sorgen wegtanzt. Da war bei Temperaturen um15 Grad Fantasie gefragt.

Die fröhlichen Sauflieder der Frog Bog Dosenband sorgten mit leichter Verspätung für typische Hütte Rockt-Festivalatmosphäre. Ein Eisbär kündigte das „einmalige Wiedervereinigungskonzert“ der Kultband an und dann standen sie da in ihren bunten Fantasiekostümen und rockten, was das Zeug hielt. Die Zuschauer schunkelten und skandierten lautstark die zünftigen Refrains.


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