Organisierte Pause Oeseder Wiemann-Mitarbeiter machen Druck im Tarifkonflikt

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Um ihrer Lohnforderung Nachdruck zu verleihen, erschienen etliche Wiemann-Mitarbeiter in roten Shirts zur „organisierten Mittagspause“. Foto: PartonUm ihrer Lohnforderung Nachdruck zu verleihen, erschienen etliche Wiemann-Mitarbeiter in roten Shirts zur „organisierten Mittagspause“. Foto: Parton

Georgsmarienhütte. „4,5 Mehr muss her“, sprühten Teilnehmer einer von der IG Metall organisierten „Mittagspause“ am Mittwoch mit Kreide auf den Bürgersteig vor der Oeseder Möbel-Industrie Wiemann. Mit ihrer Zusammenkunft vor dem Werkstor setzten nach IG-Metall-Angaben 150 der 360 Wiemann-Mitarbeiter in Oesede ein deutliches Signal an die Arbeitgeber in den aktuellen Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie.

„Streiken dürfen wir (noch) nicht, wir befinden uns in der sechswöchigen Friedenspflicht nach Auslaufen des alten Tarifvertrags Ende April“, erklärte Gewerkschaftssekretärin Brigitte Langguth. Aber mit dem gemeinsamen Verzehr einer kräftigen Erbsensuppe am Gartbrink stärkten sich die Wiemann-Mitarbeiter für die Wahrnehmung der eigenen Interessen und für mögliche weitere Aktionen.

Nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde „ohne ernst zu nehmendes Angebot“ seitens der Arbeitgeber zu Ende gegangen sei, so Betriebsratsvorsitzender Robert Weglager, wollen die Arbeitnehmer ihrer Forderung nach 4,5 Prozent mehr Geld in den kommenden zwölf Monaten „Nachdruck verleihen“.

Die dritte Verhandlungsrunde findet am 28. Mai in Hannover statt.


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