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4700 Euro Spenden Starkes Echo auf Spendenaufruf für Leoni aus GMHütte

Von Anne Spielmeyer | 21.11.2015, 11:52 Uhr

Der Spendenaufruf für die 9-jährige Leoni aus GMHütte, die unter einem embryonalen Tumor leidet, hat ein starkes Echo gefunden. Damit rückt die vielversprechende Operation in greifbare Nähe.

200 E-Mails. So viel Post bekommt Sabrina Kemper aus Georgsmarienhütte nicht alle Tage. „Die Resonanz auf unsere Aktion und das Interesse an Leonis Schicksal ist überwältigend“, erzählt sie. Seit ihre Tochter 18 Monate alt ist, leidet sie unter einer seltenen Gefäßfehlbildung im linken Arm, hat einen Leidensweg mit vielen Schlenkern und 21 erfolglosen Operationen hinter sich. „Es ist ganz ungewohnt, plötzlich so viel Anteilnahme zu erfahren“, sagt die Mutter mit Blick auf ihre private Spendenaktion.

Stiftungen ins Boot holen?

4700 Euro sind seit Anfang November auf dem Spendenkonto eingetrudelt, das eine Freundin für die Familie eingerichtet hat. 12000 Euro soll die vielversprechende Operation in einer Hamburger Facharztklinik kosten. Gut 7000 Euro fehlen also noch. Aussichtslos? Offenbar nicht. Die Hoffnung kommt in Raten: „Der Bürgermeister war da und will sich bei der GMHütter Stiftung ,Hilfe für Petra und andere‘ und einer weiteren erkundigen, ob sie uns helfen können“, erzählt die Mutter. „Dann wäre die Operation greifbar nahe.“

Kasse zahlt nicht

Warum sammelt die Familie überhaupt selbst Spenden für Leonis Behandlung? Die behandelnden Ärzte in der Uniklinik Münster haben die Operation in Hamburg dringend empfohlen. Der spezialisierte Gefäßchirurg ist der erste, der es wagt, den Tumor komplett zu entfernen. Weil dieser Spezialist als Privatarzt in einer privatärztlichen Klinik operiert, will Leonis Krankenkasse, die Barmer GEK, die Kosten nicht übernehmen , ohne Alternativen auszuloten.

Keine Zeit verlieren

„Wir setzen große Hoffnung in diesen Spezialisten“, sagt die Mutter nach 21 erfolglosen Operationen. Leonis Tumor reagiere stark auf Hormone. „Wer weiß, was in der Pubertät mit der Fehlbildung passiert?“, fragt sie. „Wir sollten nicht unnötig Zeit verlieren.“ Umwege und Sackgassen habe es genug gegeben.

„Wir sind nicht allein“

Neben den Spendenwilligen hätten sich über den „Hilfe-für Leoni“-Aufruf bei Facebook auch Menschen gemeldet, die ebenfalls ein Hämangiom (embryonalen Tumor) haben. „Es tut gut zu wissen, dass wir damit nicht allein sind.“ Ein neuer Austausch mit Leidensgenossen, der bisher nur begrenzt möglich war. „Ich hoffe, dass wir bald einen Termin vereinbaren können“, sagt Sabrina Kemper. „Andere haben auch von Erfolgen in Hamburg berichtet.“

Mehr Informationen zum Spendenkonto gibt es unter der E-Mail-Adresse sabrinakemper@gmx.de