Bauarbeiten für zweite Käserei DMK investiert 30 Millionen am GMHütter Milchhof


Georgsmarienhütte. Das Milchhof-Werksgelände am Harderberg ist eine Großbaustelle: Die fast fertiggestellte neue Zufahrt an der Beekebreite wird Anfang Juli als Erstes offiziell in Betrieb genommen. Mit Hochdruck gehen derweil die Arbeiten für die Ausweitung der Käseproduktion am Standort GMHütte voran, mit der die Verlagerung der Quarkproduktion nach Zeven und Erfurt kompensiert wird. Das Zeitfenster ist äußert eng: Im November soll die Mozzarella-Herstellung anlaufen.

Nachdem die Genehmigung für die Kapazitätsausweitung nach Abschluss des sogenannten BImSch-Verfahrens (Bundesimmissionsschutz-Gesetz) seit Anfang des Jahres vorliegt, werden nach Beendigung der notwendigen Vorarbeiten jetzt die Bauschritte für den schnellen Produktionswechsel umgesetzt.

Sichtbares äußeres Zeichen der im vergangenen Jahr von der Unternehmensleitung der Deutschen Milchkontor GmbH (DMK/früher Humana Milchunion) beschlossenen 30-Millionen-Investition in GMHütte: Zusätzlich zu den jetzigen jeweils 20 Meter hohen vier 300000-Liter-Silos, die von Weitem am Werksgelände zu sehen sind, kommen noch einmal vier weitere Behälter gleicher Größe hinzu.

Die silbern strahlende Vierer-Doppelreihe wird künftig aber noch überragt vom Turm der neuen Eindampfer-Anlage für Molkenkonzentrate, der demnächst 30 Meter in die Luft ragt. Die Beton-Fundamente sind bereits in den Boden gebracht.

Der jetzige stellvertretende Werksleiter Michael Schawe, der im Sommer Nachfolger des aus Altersgründen ausscheidenden Standort-Chefs Karl Bergmann wird: „Es ist ein tolles Signal für die Belegschaft und die Sicherheit der rund 340 Arbeitsplätze, dass DMK hier so groß investiert.“ Das neue Werkstrukturkonzept des Unternehmens sieht vor, dass nach dem Verlust des „weißen Bereichs“, wie die Quarkproduktion bezeichnet wird, die Kapazität der Käseherstellung durch eine zweite Käserei verdoppelt wird.

Sie entsteht derzeit im Bereich der bisherigen Frischkäse-Halle. Außerdem wird ein neues Kühllager hochgezogen. Nach Abschluss der Erweiterung ist die Verarbeitung von durchschnittlich 2000 Tonnen Milch pro Tag möglich – das Doppelte der bestehenden Kapazität. Die volle Auslastung ist allerdings erst in rund zwei Jahren vorgesehen.

Betriebsrat Franz Morgret: „Am Standort wird in die Zukunft investiert, nachdem es vor zwei Jahren noch nach einem Stellenausbau aussah. Wir versprechen uns viel davon, dass für den GMHütter Milchhof ganz auf Käse gesetzt wird.“

Die Hoffnung der Werksverantwortlichen ist, dass sich perspektivisch die angedachte direkte Verbindung zur B68 realisieren lässt. Michael Schawe: „Das würde die Verkehrssituation am Werksgelände deutlich entspannen.


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