Nachbarin legt Beschwerde ein GMHütter Hundeschule muss wegen Lärmbelästigung weichen

Von Danica Pieper

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Georgsmarienhütte. Noch trainieren Ontario, Bommel und Co. fleißig auf dem Gelände der Georgsmarienhütter Hundeschule am Wiesenbach, doch bald ist damit Schluss. Der Grund: Nachdem sich eine Nachbarin mehrfach über angeblichen Lärm beschwerte, muss Betreiberin Nathalie Winter nun nach einem neuen Standort für ihre Einrichtung suchen.

Die bevorstehende Schließung der Georgsmarienhütter Hundeschule am Wiesenbach ist der vorläufige Endpunkt eines seit längerer Zeit andauernden Konflikts. Bereits kurz nachdem Nathalie Winter ihre Schule eröffnet hatte, erreichten sie Beschwerden einer Nachbarin: „Die ist schon die ganzen sechs Jahre, in denen wir hier sind, am Schimpfen“, berichtet Winter. Die Hundeschule, die sich auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei befindet, verfügt über mehrere Trainingsplätze sowie einen kleinen Laden, in dem Winter Hundezubehör verkauft und Kurse anbietet.

Die Kritik der Nachbarin richtet sich in erster Linie gegen den Lärm, der von der Einrichtung ausgehe – ein Punkt, den die Hundetrainerin nicht nachvollziehen kann: „Ich bin nur acht bis neun Stunden in der Woche mit dem Hunden auf dem Platz.“ Zudem würden die Tiere nur während der Welpenspielstunde etwas häufiger Laute von sich geben. Auch fänden die Kurse alle wochentags sowie samstagmorgens statt: „Ab Samstagmittag ist hier Ruhe.“ Die Trainerin berichtet, dass die Beschwerde nur von einer Anwohnerin ausgehe, die nicht direkt neben dem Gelände lebe. Die unmittelbaren Nachbarn hätten nichts gegen die Hundeschule einzuwenden.

Zweimal bereits hätte sich die Frau beim GMHütter Ordnungsamt beklagt, das jedoch bei Besuchen nichts an der Hundeschule auszusetzen hatte. Im Juni vergangenen Jahres leitete die Stadtverwaltung die Beschwerde an den Landkreis Osnabrück weiter, der Winter zunächst empfahl, ein Lärmgutachten erstellen zu lassen: „Ein Gutachten kostet etwa 2800 Euro. Das können wir uns als kleine Hundeschule nicht leisten“, so die Trainerin. Und selbst wenn das Gutachten zu Winters Gunsten ausfallen würde: Der Vermieter hat bereits signalisiert, dass er den Mietvertrag kündigen wird. „Er möchte keinen Stress mit den Nachbarn. Das kann ich auch verstehen.“

Auch der Landkreis schließt mittlerweile einen Verbleib der Hundeschule am Ort aus, da sich ausschließlich sogenannte nicht störende Gewerbe in Wohnsiedlungen niederlassen dürften. Bei einer Hundeschule sei Lärm jedoch nicht auszuschließen: „Hunde bellen halt. Wir können das nicht genehmigen“, erklärte Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff. Dass Winter die Einrichtung überhaupt sechs Jahre lang an dem Ort betreiben konnte, liege daran, dass der Landkreis erst durch die Beschwerde von der Schule erfuhr.

Bis Mitte des Jahres kann die Hundeschule noch am Wiesenbach bleiben – eine Erleichterung für Winter, denn bisher gestaltete sich die Suche nach einem neuen Standort als schwierig. Das Gelände sollte nach Möglichkeit mindestens 1500 Quadratmeter groß sein, sich einzäunen lassen und Platz für einen Bauwagen und eine Blockhütte bieten. Winter: „Alle wollen gut erzogene Hunde, aber die müssen auch irgendwo ausgebildet werden.“

Wer ein passendes Gelände im Raum Georgsmarienhütte zu vermieten hat, kann sich bei Nathalie Winter melden. Weitere Informationen unter www.die-georgsmarienhuetter-hundeschule.de .


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