Jubiläumskonzert in Alt-GMHütte Ludger Kuhlmann seit 25 Jahren Kirchenmusiker

Von Danica Pieper

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Jubiläumskonzert für Ludger Kuhlmann: Der Organist und Chorleiter trat selbst in Aktion. Foto: Egmont SeilerJubiläumskonzert für Ludger Kuhlmann: Der Organist und Chorleiter trat selbst in Aktion. Foto: Egmont Seiler

Georgsmarienhütte. 25 Jahre ist es her, dass Kirchenmusiker und Komponist Ludger Kuhlmann seinen Dienst in der Alt-Georgsmarienhütter Herz-Jesu-Kirche antrat. Dort etablierte er nicht nur eine lebendige Chorszene, sondern machte auch mit zahlreichen eigenen Werken von sich reden – zwei Aspekte, die auch bei seinem Jubiläumskonzert am Sonntag im Mittelpunkt standen.

Die Gründe, warum Ludger Kuhlmann im Februar 1989 von Münster nach Georgsmarienhütte kam, waren vielfältig: „Die Atmosphäre, die Leute, die Orgel, die Kirche, die Pastoren – da gibt es so vieles“, berichtete der Jubilar. Zuvor hatte Kuhlmann Religion und Philosophie an einem Gymnasium unterrichtet und nebenberuflich als Kirchenmusiker in Münster gewirkt, wo er auch sein Examen ablegte. „In Herz Jesu konnte er seiner großen Leidenschaft, der Musik, auch hauptberuflich nachkommen“, erklärte Pfarrer Heinz Kombrink.

In Münster hatte Kuhlmann bereits erste Kompositionen verfasst, sogenannte „Rockmeditationen“, und mit einem Jugendchor gearbeitet. Auch in Herz Jesu bildet die Chorarbeit einen der Schwerpunkte seiner Tätigkeit: „Es gab einen Kirchenchor, als ich angefangen habe, aber die anderen Gruppen habe ich aufgebaut“, so Kuhlmann. Die anderen Gruppen – das sind neben der Chorgemeinschaft der Kinderchor, der Jugendchor „Ichthys“, der Heart-Chor und der NGL-Chor, in denen Hobbysänger vom Grundschul- bis zum Seniorenalter aktiv sind. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit verfasste Kuhlmann zahlreiche eigene Werke, darunter das Musical „Francesco e Chiara“, das auch außerhalb des Bistums aufgeführt wurde.

Bei seinem Jubiläumskonzert standen hingegen die Lieder im Mittelpunkt, die Kuhlmann für den Gottesdienst geschrieben hatte. Das Motto der Veranstaltung lautet „Jesus Christus – ein Narr?“, bei dem es sich Kombrink zufolge um eins der Leitmotive im Werk des Komponisten handelt. „Das mag auf den ersten Blick unverständlich sein“, so der Pfarrer, es handele sich bei dem Clown jedoch um eine Person, die die Menschen fröhlich mache, ohne lächerlich zu sein – ganz so wie Jesus Christus.

Trotz seines Ehrentags ließ Kuhlmann es sich nicht nehmen, selbst am Dirigentenpult zu stehen und die Chöre der Gemeinde zu leiten. Diese gaben in Begleitung einer fünfköpfigen Band Werke aus über 20 Jahren zum Besten, die mal fröhlicher, mal nachdenklicher, aber immer modern waren. Zu den Höhepunkten gehörten die Lieder, die Kuhlmann für Kinder- und Jugendgottesdienste verfasst hatte, sowie „Erfroren – Sonnenstrahlen“, das sich von einem dunklen Klavierstück zu einer hoffnungsvollen Hymne wandelte. Zum Abschluss durfte sich Kuhlmann doch noch zurücklehnen und das Überraschungsständchen genießen, das die Chöre ihrem „Mr. Kirchenmusik“ sangen und das eine eindeutige Botschaft aussandte: „Bleibe hier bei uns!“

Bleiben wird Kuhlmann auf jeden Fall. Der Jubilar hat sogar schon die nächsten Konzerte in Planung: „Die Arbeit geht weiter.“


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