Netz-Offensive für 15.000 Haushalte Schnelleres Internet in Hütte und Hagen

Ein Anschluss für ein DSL-Kabel aus dem Telefon-Festnetz: Das Internet in Georgsmarienhütte und Hagen soll schneller werden. Foto: dpaEin Anschluss für ein DSL-Kabel aus dem Telefon-Festnetz: Das Internet in Georgsmarienhütte und Hagen soll schneller werden. Foto: dpa

we Georgsmarienhütte. Darauf haben viele GMHütter und Hagener sehnlichst gewartet: Die Deutsche Telekom baut im kommenden Jahr das VDSL-Netz im Vorwahlbereich 05401 aus und ermöglicht dann Datenübertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde. Durch die neue Vectoring-Technik ist sogar noch einmal eine Verdoppelung bis zu 100 Megabit möglich. Ausbaustart wird im Frühjahr sein.

Bis Ende 2014 sollen rund 15000 Haushalte in den beiden Kommunen dank der Breitband-Offensive über schnelleren Internet-Zugang verfügen. GMHüttes Bürgermeister Ansgar Pohlmann am Montag bei der Vorstellung der Netzausbau-Pläne: „Hier wird sich Entscheidendes tun. Sowohl für uns als auch für Hagen werden die größeren Übertragungsraten ein wichtiger Standortfaktor sein.“

Wie Karl-Heinz Rempe, Vertriebsbeauftragter Infrastrukturvertrieb der Telekom, anschließend erläuterte, ist der Ausbau in der Hüttenstadt und der Hüggelgemeinde Teil der Telekom-Breitbandoffensive „Integrierte Netz-Strategie“. Rund zwölf Millionen Euro wird das Unternehmen bundesweit in die Infrastruktur investieren und schnellere Internet-Anschlüsse ermöglichen.

In GMHütte und Hagen werden dabei rund 58 Kilometer Glasfaserleitungen neu verlegt . Von den derzeit knapp 80 grauen Schaltkästen in diesem Bereich werden rund 70 mit einem Multi-Funktions-Gehäuse (MFG-Technik) ausgerüstet. Bis hier liegt dann Glasfaser, und für die weitere Übertragung bis zum Haus des Kunden wird das vorhandene Kabelnetz genutzt. Arnold Diekmann, Leiter Produktion Technische Infrastruktur der Telekom: „Dadurch ist es möglich, den Tiefbauaufwand in Grenzen zu halten, da wir nur an die Knotenpunkte, aber nicht an Hausanschlüsse ranmüssen.“

Die Genehmigungen der Stadt und der Gemeinde Hagen werden zeitnah vorliegen, und bei den Umsetzungsarbeiten wird es eine Abstimmung mit geplanten Tiefbauarbeiten in den beiden Kommunen geben. Diekmann: „Wir haben bereits zuletzt jeweils schon einen Leerschacht für die notwendigen Glasfaserleitungen von den Betriebsstellen an der Kolpingstraße und der Bachstraße in GMHütte sowie dem Höhenweg in Hagen zu den jeweiligen Schaltkästen in den Boden gebracht, wenn sich dies zum Beispiel in Zusammenhang mit Kanalbauarbeiten anbot.“

Klaus Karneth, der kommunale Ansprechpartner für den DSL-Anbau in der Region, blickt schon weiter in die Zukunft: „Wir werden den Einsatz von Vectoring-Technik ausbauen, durch die es uns künftig möglich sein wird, Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen anzubieten.“ Es sei im Zeitalter von Daten-Clouds aber viel bedeutsamer, dass mit dieser Technik das Heraufladen von Dateien mit bis zu 40 MBit/ Sekunde möglich wird.

Hagens Bürgermeister Peter Gausmann: „Wir freuen uns natürlich über die Verbesserungen, hoffen aber auch, dass die Telekom die Netz-Offensive möglichst schnell auch in der Niedermark fortsetzt, damit auch hier Haushalte und Firmen einen schnellen Zugang zum Internet haben.“ Dies ist bis 2016 nicht vorgesehen.


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