Coole Schule zieht Saisonbilanz Minigolf in Oesede weiter in Schülerhand?

<em>Spezielle Angebote</em> für Organisationen und Schulklassen haben zu dem zufriedenstellenden Verlauf der Minigolfsaison in Oesede beigetragen. Foto: NOZ-ArchivSpezielle Angebote für Organisationen und Schulklassen haben zu dem zufriedenstellenden Verlauf der Minigolfsaison in Oesede beigetragen. Foto: NOZ-Archiv

Georgsmarienhütte. Die Minigolfsaison am Südring in Oesede ist vorbei. Es war die zweite unter der Ägide von Schülern. Die Schülergenossenschaft Coole Schule der Carl-Stahmer-Hauptschule scheint ihre Sache im Griff zu haben. Von Klagen ist nichts bekannt. Alles spricht also für eine Fortsetzung des Engagements. Auch die Akteure sprechen davon.

Bilanz zieht Lehrer Thomas Hamm. Er ist so etwas wie der Spiritus Rector der Coolen Schule. Die Genossenschaft wurde vor zwei Jahren von der Stadt gebeten, den Betrieb am Südring zu übernehmen. Die Anlage brauchte neue Impulse, um es beschönigend zu formulieren.

Im ersten Jahr war der Erfolg mit laut Hamm etwa 3100 Besuchern phänomenal. Dass diese auch durch die Neugierde auf die neuen Betreiber so große Zahl im Folgejahr nicht mehr erreicht werden würde, war sicher allen Beteiligten klar. Trotz eines zusätzlichen Monats kamen in der aktuellen Saison 2857 Minigolfer. „Wir sind zufrieden“, sagt Hamm, vor allem angesichts der nicht gerade förderlichen Wetterbedingungen eines „zu heißen“ Julis und zweier regnerischer Augustwochenenden.

Zufrieden ist Hamm vor allem mit den Entwicklungen abseits der nackten Zahlen. So habe es viele Anfragen gegeben, um Kindergeburtstage auf dem Areal zu veranstalten. Auch ein großer Flohmarkt und ein Sommerfest seien erfolgreich gewesen, Schulklassen gäben sich die Schläger in die Hand – und das alles ohne Alkohol, wie Hamm betont.

Auch die interne Organisation klappt anscheinend immer besser. Inzwischen hat sich nach Auskunft Hamms ein Stamm von vier Lehrkräften und einem pädagogischen Mitarbeiter gebildet, von denen immer einer die Aufsicht an der Anlage führt. Und die Schüler ziehen auch mit, besser als im ersten Jahr, sagt Hamm. „Wir hatten nur an zwei Terminen krankheitsbedingte Ausfälle.“ In diesen Fällen rückt automatisch die Ersatzcrew an.

Es läuft also. Auch finanziell, wie Hamm sagt. „Wir machen einen relativ guten Schnitt.“ Was übrig bleibt, kommt den Schülern in Form von Zuschüssen in die Klassenkasse zugute.

Für die neue Saison plant die Coole Schule ein Minigolfturnier, das – nach dem Vorbild des Eisstockschießens – ganz GMHütte ansprechen soll, „vielleicht an mehreren Terminen“, sagt Hamm, wenn sich genügend Menschen anmelden.

Auch von der Stadtverwaltung gebe es positive Signale, so Hamm. Das bestätigt auch der zuständige Fachbereichsleiter Herbert Reinersmann. Vorbehaltlich einer internen Bestandsaufnahme, die noch nicht stattgefunden habe, macht er aus seiner persönlichen Einschätzung kein Geheimnis: „Mein Eindruck ist: Es ist sehr gut gelaufen.“ Ob diese Anzeichen auch tatsächlich in einer Fortsetzung des Engagements enden, wird sich wohl im November entscheiden. Dann setzen sich Vertreter der Coolen Schule und Stadt bei einem Abschlussessen zusammen.


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