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Straßenbauverwaltung will gesperrte Zufahrt wiederherstellen, sobald das Winterwetter es zulässt Übergangslösung für weggebrochene Straße

Von Wolfgang Elbers

Derzeit nur zu Fuß gefahrlos zu nutzen: die fast bis zur Fahrbahnmitte weggebrochene Zufahrt von der Bundesstraße 51 zum Wohnhaus Teutoburger Waldstraße 115. Foto: Gert WestdörpDerzeit nur zu Fuß gefahrlos zu nutzen: die fast bis zur Fahrbahnmitte weggebrochene Zufahrt von der Bundesstraße 51 zum Wohnhaus Teutoburger Waldstraße 115. Foto: Gert Westdörp

Georgsmarienhütte. Bis die am Sonntag auf knapp halber Fahrbahnbreite weggebrochene Zufahrtstraße zum an der B51 gelegenen Haus Teutoburger Waldstraße 115 wieder genutzt werden kann, dürfte noch einige Zeit vergehen. Fachbereichsleiter Herbert Reinersmann: „Alle Beteiligten bemühen sich um eine für die Anwohner zufriedenstellende Übergangslösung.“ Eine Wiederherstellung der Grundstückszufahrt sei nach aktuellem Stand erst nach Ende des Winterwetters möglich.

Nach Auskunft der Stadt geht es zunächst darum, eine für alle Beteiligten akzeptable Übergangsregelung für die kommenden Wochen zu finden. Fachbereichsleiter Reinersmann: „Es ist zum Beispiel sichergestellt worden, dass die Abbruchstelle von Fußgängern ohne Gefahren passiert werden kann, und das Wohnhaus von der Bundesstraße 51 her erreichbar ist.“

Fahrzeuge können derzeit allerdings nur über einen vor einigen Jahren ausgebauten Forstweg zum Wohngebäude gelangen, in dem neben dem 80-jährigen Eigentümer und seiner Frau noch zwei Mietparteien wohnen. Eine provisorische Zuwegung, deren Nutzbarkeit sich beim in den nächsten Tagen angekündigtem Regenwetter allerdings erst noch zeigen muss.

Eins der noch nicht abschließend gelösten Probleme: Die Ehefrau des Hausbesitzers kann sich nicht mehr allein versorgen und ist zweimal täglich auf die Betreuung durch den Mobildienst der Sozialstation angewiesen, was vor allem in den Abendstunden zu Schwierigkeiten führt, da die gesperrte Zufahrtstraße nicht beleuchtet ist.

Hauseigentümer Josef Reiering: „Als an dem Buswartehäuschen an der B51 eine Lampe anbracht wurde, haben wir den Kontakt zur Stadt gesucht, um eine angemessene Beleuchtung bis zu unserem Grundstück sicherzustellen. Aber da waren statt der ursprünglichen 3000 Euro dann gleich Kosten von 5000 Euro im Gespräch.“

Mit den Mietern wurde zwischenzeitlich eine Regelung gefunden, dass sie den in knapp 500 Meter Entfernung gelegenen Parkplatz einer ehemaligen Ziegelei nutzen und von dort zu Fuß zu ihren Wohnungen gelangen. Für Reiering alles Übergangslösungen, die kurzfristig akzeptabel sind, aber keine dauerhafte Perspektive bieten. Der 80-Jährige hat inzwischen einen Rechtsanwalt eingeschaltet, um so schnell wie möglich wieder eine nutzbare Zufahrt zu bekommen.

Kostenfrage offen

Die Straßenbauverwaltung hat signalisiert, dass sie die 1933 angelegte und später ausgebaute Zufahrt, die zum Bereich der Bundesstraße gehört und unter anderem von Waldbauern und dem Wasserunterhaltungsverband genutzt wird, der dort eine Pumpstation unterhält, nach Ende des Winters wiederherstellen will. Fachbereichsleiter Reinersmann: „Die Kostenfrage ist allerdings noch offen.“

Der Rechtsanwalt des Hauseigentümers, Heiner Trimpe-Rüschemeyer: „Es kann aus meiner Sicht nicht sein, dass mein Mandant hier die Kosten zu tragen hat, da keine Sondernutzung durch die Anlieger gegeben ist. Die Zuwegung ist in den 30er-Jahren von der damaligen Reichsbehörde erstellt worden.“

Die GMHütter Ratsfrau Johanna Lüchtefeld fordert in einer Presseerklärung die Einrichtung von Parkmöglichkeiten für die Familie Reiering und ihre Mieter an der B51. „Die von der Stadt jetzt für die Bewohner ausgewiesene Zufahrt über Waldbauernwege bis zur Waldstraße in Oesede-Süd kann nur von Leuten erdacht worden sein, die in den letzten Wochen ihre Füße nicht vor die Tür gesetzt haben oder ständig mit Geländefahrzeugen unterwegs sind“, macht Lüchtefeld deutlich. Die Mitarbeiterin der Sozialstation habe dem Eigentümer gegenüber bereits erklärt, dass sie nicht bereit sei, auf diesen Wegen ihr Auto kaputt zu fahren. Außerdem erhöhe sich der Zeitaufwand durch den Umweg über die Waldwege in einem nicht vertretbaren Umfang.