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Verabschiedung von Bürgermeister Heinz Lunte – 400 Gäste in der Realschulsporthalle „Krönung der politischen Arbeit“

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Gruppenbild vor dem Festakt mit Bürgermeister Heinz Lunte und Ehefrau Marianne (Bildmitte), Nachfolger Ansgar Pohlmann (Dritter von links) sowie Festredner Landrat Manfred Hugo (Dritter von rechts) und den weiteren Rednern der Veranstaltung. Foto: Jörn MartensGruppenbild vor dem Festakt mit Bürgermeister Heinz Lunte und Ehefrau Marianne (Bildmitte), Nachfolger Ansgar Pohlmann (Dritter von links) sowie Festredner Landrat Manfred Hugo (Dritter von rechts) und den weiteren Rednern der Veranstaltung. Foto: Jörn Martens

Georgsmarienhütte. Es war der letzte öffentliche Termin von GMHüttes Bürgermeister Heinz Lunte, der am Dienstag, wenn er 68 Jahre alt wird, die Altersgrenze erreicht. Rund 400 Gäste waren am Samstag zur offiziellen Verabschiedung in die Sporthalle der Realschule gekommen, wo es Rückblicke auf die Amtsjahre und auch sehr emotionale Momente gab.

So stockte dem Polit-Routinier, der nur ganz selten öffentlich etwas aus dem Privatleben mitteilt, zum Beispiel die Stimme, als er sich am Ende bei seiner Familie für das Verständnis in all den Amtsjahren bedankte: „Sie haben oft allein abends zu Hause gesessen, während ich offizielle Termine hatte, und sind immer meine Hauptstütze gewesen.“

Die Festansprache: Landrat Manfred Hugo würdigte in seiner Rede die Verdienste des GMHütter Bürgermeisters und bekannte: „Wenn wir uns heute von dir, lieber Heinz, offiziell verabschieden, dann schwingt neben großer Dankbarkeit auch eine leise Wehmut mit“, weil nun eine „erfolgreiche und erquickliche Zusammenarbeit“ ende. Der künftige Ruheständler sei von 1970 bis 1996 Lehrer aus Berufung gewesen, und so einen Beruf verlasse man nur aus Überzeugung. „Für dich war das Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters nicht irgendein Amt, sondern Krönung der beruflichen und politischen Arbeit und deines Handelns für und mit den Menschen“, stellte der Landrat heraus. Beispielhaft führte er als Erfolge der Amtszeit an: „Es ist gelungen, über 100 Betriebe mit rund 1000 zusätzlichen Arbeitsplätzen in GMHütte anzusiedeln.“ Außerdem sei der Schuldenberg von 23 auf 13,9 Millionen Euro gesenkt worden. GMHütte habe in der Amtszeit von Heinz Lunte einen Modernisierungsschub erlebt. Hugo: „Wichtig für mich: Heinz Lunte war nie ein Selbstdarsteller im Amt.“ Am Ende der Rede stand ein „herzliches Glück auf!“.

Die Grußworte: Pater Karl Eveld, „Leitender Pfarrer“ der Pfarreiengemeinschaft Georgsmarienhütte-West, bedankte sich im Namen der Kirchen, Vereine, Verbände und Organisationen für „den großen Einsatz“, den Lunte immer gezeigt habe. Er erinnerte daran, dass auf Initiative des Bürgermeisters nach dem 11. September 2001 in GMHütte ein „Runder Tisch der Religionen“ eingerichtet wurde. Als „Asterix und Obelix“-Fan wünschte er dem Politiker, dass diesem „der Himmel nicht auf den Kopf falle“.

Mit viel Humor würdigte anschließend Prof. Dr. Felix Osterheider, der Arbeitsdirektor der Georgsmarienhütte GmbH, als Vertreter oder „Klassensprecher“ der Unternehmen in der Stadt die Leistungen des Bürgermeisters. „Es ist eigentlich alles gesagt – aber noch nicht von mir“, begann er seine Rede, in der er auch die besten Grüße von Stahlwerkseigner Dr. Jürgen Großmann ausrichtete und an dessen Rede 2006 zum Stadtgeburtstag erinnerte: „Jetzt wollen sie weitere Jahre allen Zweiflern zeigen, dass aus guten Pädagogen auch gute Verwaltungschefs werden können“, zitierte er aus dessen Ausführungen. Das habe Lunte erfüllt.

Realschulleiter Rudolf Meyer ging auf die Schulsituation in GMHütte ein und bescheinigte dem Bürgermeister: „Die Hausaufgaben sind gemacht worden.“ Die Stadt stehe im Vergleich gut da.

Für die CDU/FDP-Ratsmehrheit stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Dälken heraus, dass Lunte „immer wichtig war zu erfahren, was die Menschen bewegt“. Die Zusammenarbeit sei in all den Jahren hervorragend gewesen. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Jantos stellte in den Mittelpunkt, wie „man als Opposition diesen Moment würdigt“. Das Verhältnis sei nicht immer spannungsfrei und vor allem in Wahlkampfzeiten angespannter gewesen. Sie zitierte Johannes Rau: „Ratschläge sind immer auch Schläge“, und dankte Lunte für den Einsatz.

Die Amtsübergabe: Montag und Dienstag stehen jetzt noch einige Termine sowie der Abschied von den Mitarbeitern auf Luntes Terminkalender. Ab Mittwoch leitet dann Nachfolger Ansgar Pohlmann die Geschäfte im Rathaus.


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