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Kunstwerk am Kreisel

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Georgsmarienhütte. (hil)
"Das wäre eine ganz tolle Sache. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Kunst am Kreisel auch realisiert wird". GMHüttes Bürgermeister Heinz Lunte zeigte sich jetzt begeistert von der Idee der GMHütter Tischlermeisterin Eva-Maria Weber: Ein Kunstwerk am neuen Kreisverkehrsplatz soll gleichermaßen an die Alte Seilerei erinnern und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Ortsteile der Hüttenstadt dokumentieren.

Als erster Kommunalpolitiker wurde vor wenigen Tagen der Bauausschussvorsitzende Johannes Rehm von dem kreativen Plan der GMHütter Bürgerin überrascht. "Sie hat bei mir zu Hause geklingelt und das bereits fix und fertig gestellte Modell mitgebracht", berichtet der CDU-Politiker. Wenige Tage später gab es dann einen Ortstermin am Kreisel mit der "Künstlerin", zu dem neben Lunte und Rehm auch der SPD-Ratsherr Peter Kreipe und der Fachbereichsleiter Bauen, Herbert Reinersmann, gekommen waren. Nach einem Blick auf das Modell waren sie sich schnell einig: "Wir sollten das schon bei der nächsten Bauausschusssitzung auf den Weg bringen", betonte der Bürgermeister. Und so sieht die Idee von Eva-Maria Bitter aus: Sieben Holzsäulen sollen jeweils den Namen eines der GMHütter Ortsteile tragen und mit Stahlseilen miteinander verbunden werden. Die Seile sollen alle auf einer Spule gebündelt werden, die die Stadt Georgsmarienhütte symbolisieren soll. "Wer dann über den Kreisel in den Ort hineinfährt, bekommt gleich einen guten Eindruck von der Stadt", freute sich Johannes Rehm.

Gut sei auch, dass Stahlseile Hauptbestandteil des Kunstwerkes sein sollen und somit auf die lange Stahltradition der Hüttenstadt verweisen würden. Da die Stahlproduktion die Stadt bis heute präge, "passt das Material einfach gut hierher", sagte Peter Kreipe. Er verwies auch auf den historischen Bezug des Vorhabens: Direkt neben dem Kreisel habe bis vor wenigen Monaten die Alte Seilerei gestanden. Und dort seien Stahlseile hergestellt worden. Aus diesem Grund sei auch die Straße, die vom Kreisel in das neue Geschäftszentrum, "Alte Seilerei" genannt worden. Mit den Feinplanungen und dem Aufbau des Kunstwerkes könnte es nach Ansicht der Politiker schon bald nach der nächsten Bauausschusssitzung losgehen. Sicher ist, dass die Arbeiten am Kreisel Ende Mai abgeschlossen sein sollen. Herbert Reinersmann betont, dass es dann auf dem Weg von und nach Oesede mit den Verkehrsstaus vorbei sein und es freie Fahrt zum neuen Geschäftszentrum geben wird. Doch der Stau scheint die meisten GMHütter ohnehin nicht besonders gestört zu haben: "Ich habe das gar nichts so schlimm gefunden, weil man dort beim Vorbeifahren immer gesehen hat, dass schon wieder etwas neues entstanden ist", sagt Eva-Maria Weber. Und was das beste ist: "Beim Warten vor der Kreiselampel hatte ich die Idee für das Modell".


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