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56000 Christen Evangelische Gemeinden vereinen sich zum Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte

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<em>Die ehemaligen Kirchenkreise</em> Georgsmarienhütte und Melle sind zu einem Kirchenkreis zusammengeschlossen worden. Grafik: KirchenkreisDie ehemaligen Kirchenkreise Georgsmarienhütte und Melle sind zu einem Kirchenkreis zusammengeschlossen worden. Grafik: Kirchenkreis

Georgsmarienhütte. Mit der Auflösung des Kirchenkreises Georgsmarienhütte hat die Landkarte der Kirchenkreise in der Region eine Veränderung erfahren. Neu entstanden ist der Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte, der 21 Kirchengemeinden des südlichen und östlichen Osnabrücker Landes mit insgesamt 56000 evangelischen Christen zusammenfasst. Die Stelle des Superintendenten hat Wolfgang Loos übernommen, sein Amtssitz befindet sich in Melle.

Die Umstrukturierung geschah auf Weisung der Landeskirche, die unter anderem auf den Rückgang von Mitgliederzahlen und damit einhergehender sinkender Einnahmen reagierte. Zudem versprachen sich die Verantwortlichen, wie Superintendent Loos erklärt, eine „Neubelebung geistlicher und kommunikativer Stärken, die uns reicher machen an Kompetenzen, Begabungen, Ressourcen und Ideen“. Seit 2006 wurde in den vier Kirchenkreisen Osnabrück, Georgsmarienhütte, Melle und Bramsche mit der Änderung der Flächenstruktur und der Verwaltungseinrichtungen nachgedacht und während der Kirchenkreistage und in Arbeitskreisen intensiv über Art und Zuschnitt der neuen Verwaltungseinheiten diskutiert. Dabei traten durchaus unterschiedliche Haltungen zutage, da mancher den völligen Verlust von Autonomie fürchtete, andere dagegen im Zusammengehen die Möglichkeit zu einem Aufbruch sahen.

Vereinbarungsgemäß trat zum 1. Januar dieses Jahres der Zusammenschluss der beiden ehemals selbstständigen Kirchenkreise zum Kirchenkreis Melle-GMHütte in Kraft. Darin sind 21 Kirchengemeinden mit 56000 evangelischen Christen vereinigt, in denen 30 Pastoren und eine weitere Anzahl von Diakonen Dienst tun. Insgesamt ist der neue Kirchenkreis Arbeitgeber von rund 840 Mitarbeitern, die unter anderem in seinen 19 Kindertagesstätten (davon sind 7 Familienzentren), vier Diakonie-Sozialstationen und acht Altenheimen angestellt sind.

Die Neustrukturierung bringt für einige Kirchengemeinden Änderungen mit sich. So gehören die Gemeinden aus dem Wittlager Raum – Arenshorst, Bad Essen, Barkhausen-Rabber, Bohmte, Hunteburg, Lintorf, Ostercappeln und Venne – die bisher unter dem Dach des Kirchenkreises Melle standen, ab dem 1. Januar zum Kirchenkreis Bramsche. Die Kirchengemeinden Belm, Vehrte, Gretesch-Lüstringen und Hasbergen, früher zum Kirchenkreis GMHütte zählend, wurden dem Kirchenkreis Osnabrück zugeschlagen.

Wie weitsichtig bei diesen Änderungen vorgegangen werden musste, beweist ein Blick auf den Neubau eines Gemeindehauses der Christusgemeinde in Hasbergen, dessen Grundstein 2012 gelegt wurde. An den rund 830000 Euro an Baukosten haben sich nicht nur die Landeskirche, die Kirchengemeinde selbst und der zu dieser Zeit noch verantwortliche Kirchenkreis GMHütte beteiligt, sondern auch der Kirchenkreis Osnabrück, der die Gemeinde seit Januar 2013 verwaltet.

Die Zahl der Kirchenkreise hat sich damit von vier auf drei verringert, womit die Kosten einer Superintendantur eingespart werden. Pastorin Doris Schmidtke, 14 Jahre lang Superintendentin in GMHütte, übernimmt die Aufgaben der diakonischen Pastorin der evangelischen Kirche im Osnabrücker Land. Sie begrüßt die Vereinigung der Kirchenkreise, die „Ressourcen freimacht für Arbeitsgebiete im Freiwilligenmanagement, Fundraising sowie Jugend und Kirchenmusik“.

Eine weitere Änderung ist die Verringerung der Zahl der Vertreter im 2011 gegründeten Kirchenkreisverband Osnabrück-Stadt und -Land. Bisher entsandten Melle, GMHütte, Bramsche und Osnabrück jeweils vier Mitglieder in das Gremium. Jetzt werden aus dem Kirchenkreis Melle-GMHütte insgesamt nur vier Personen bereitgestellt. Ebenso ist eine Veränderung beim früheren Kirchenkreisamt, der Verwaltungseinrichtung der Kirchenkreise in Osnabrück, eingetreten. Das wurde in Kirchenamt umbenannt und ist nun für alle drei Kirchenkreise, Osnabrück, Melle-GMHütte und Bramsche, zuständig.


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