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Feierliche Verabschiedung Doris Schmidtke – von der Superintendentin zur Diakoniepastorin

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<em>Bald als Diakoniepastorin tätig:</em> Doris Schmidtke – hier eingerahmt von Landessuperintendent Burghard Krause (rechts) und Superintendent Wolfgang Loos. Foto: PartonBald als Diakoniepastorin tätig: Doris Schmidtke – hier eingerahmt von Landessuperintendent Burghard Krause (rechts) und Superintendent Wolfgang Loos. Foto: Parton

Georgsmarienhütte. Ein Großaufgebot an Geistlichen verschiedener Konfessionen begleitete die langjährige Georgsmarienhütter Superintendentin Doris Schmidtke bei ihrer Verabschiedung aus dem Amt. Nach der Fusion der beiden Kirchenkreise Melle und Georgsmarienhütte übernimmt Schmidtke nun die Stelle der Diakoniepastorin für die evangelische Kirche im Osnabrücker Land.

Amtskollegen und Weggefährten waren an ihrer Seite, als Landessuperintendent Burghard Krause mit ihrer Entpflichtung die 14 Jahre währende Ära als Superintendentin beendete. Schauplatz war die Lutherkirche im Stadtteil Alt-Georgsmarienhütte, wo Schmidtke ihre priesterlichen Aufgaben und im Gebäude gegenüber, der Suptur, ihren Dienst als Superintendentin versehen hatte. Überall in der Kirche brannten die Wachskerzen zum Epiphanias-Fest, der Lichterkirche, die unter der Regie Schmidtkes in den Gotteshäusern des Kirchenkreises eingeführt worden war.

Das war aber beileibe nicht die einzige Neuerung, die während ihres Wirkens in dem weit über 100 Jahre alten Kirchenkreis mit seinen 18 Kirchengemeinden Gestalt angenommen hatte. Als herausragend sind folgende Bereiche zu nennen: Aufbau und Einrichtung der Diakoniestiftung Georgsmarienhütte, die sich vorherrschend in den Bereichen Schuldnerberatung, Altersarmut und Freiwilligen-Management einsetzt, sowie ihre seit 2006 währende Mitarbeit bei der Neuordnung der Kirchenkreise im Osnabrücker Land. „Das Haus ist gut bestellt, und Ihre Handschrift ist an vielen Stellen zu lesen“, machte der Landessuperintendent deutlich und wünschte Schmidtke, auch in Zukunft auf ihren Wegen „so aufmerksam, wachsam und behutsam wie hier“ zu sein. Grußworte kamen vom ehemaligen Landrat Manfred Hugo und von ihrem langjährigen Weggefährten, dem Vorsitzenden des Kirchenkreistags, Eckhard Kallert. Hugo bescheinigte ihr, eine „Frau der klaren Worte und der deutlichen Sprache“ gewesen zu sein, Kallert wies auf ihre vielen Ämter hin. Schmidtke habe in der Landessynode deutliche Spuren hinterlassen, als Vorsitzende des Geschäftsausschusses und des Diakonieausschusses. Im Kirchenkreis habe sie durch die von ihr eingeführten Jahresgespräche mit Pastoren und Mitarbeitern viele Impulse erhalten, die beiden Seiten weitergeholfen hätten. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht berichtete er von den „Bussprechstunden“, die von ihr spontan mit Mitreisenden geführt worden seien.

Nach der Zusammenlegung der Kirchenkreise Melle und Georgsmarienhütte zu Beginn dieses Jahres übernahm Wolfgang Loos das Amt des Superintendenten, wodurch Schmidtke für andere Aufgaben frei wurde. Die 60-Jährige, die mit einem Pastor verheiratet ist, wird ab April die Stelle als Diakoniepastorin übernehmen, bis dahin währt noch ihre Aufgabe als Vorsitzende des Kirchenkreisverbands. Das Amt des Diakoniepastors ist in der Landeskirche keine Seltenheit – Diakoniepastoren gibt es zum Beispiel seit vielen Jahren in den Einrichtungen des Stephans- und des Friederikenstifts. Schmidtke will sich vorherrschend der Zielgruppe der in der Diakonie beschäftigten Mitarbeiter widmen. „Es ist wichtig, das evangelische, diakonische Profil zu schärfen, damit wir in Zukunft auch nicht-evangelische Mitarbeiter einstellen können, die sich auf unsere christlichen Werte beziehen.“


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