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900 Besucher Waldbühne Kloster Oesede: Mitreißende Premiere des Musicals „Eine Hochzeit zum Verlieben“

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Georgsmarienhütte. Mit einer tollen Leistung überzeugte das Ensemble der Waldbühne in Kloster Oesede das Publikum bei der Premiere des Musicals „Eine Hochzeit zum Verlieben“. Die 900 Zuschauer bejubelten nach dem Schlussakkord die spritzige Mixtur aus gelungener, darstellerischer Leistung, mitreißenden Songs und rassigen Tanzszenen.

Es war ein Abend, wie ihn sich Musical-Fans nur wünschen können. Zweieinhalb Stunden lang wurden sie von einer Handlung in den Bann gezogen, die alles mitbrachte, was einem Musical Erfolg bescheren kann. Es wurde geliebt und gehasst, getanzt und gesungen, verzweifelt und gelacht. „Eine Hochzeit zum Verlieben“, basierend auf dem Hollywood-Film „The Wedding Singer“, lebte von einem eingeschworenen Ensemble, das von der ersten bis zur letzten Minute präsent war und sich, egal ob singend oder tanzend, Respekt und auch Applaus verdiente.

Angesiedelt ist der Plot in den 80er-Jahren, wo Vokuhila-Frisuren und bonbonfarbene Kleidung getragen und fetziger Rock gespielt wurden. Dort entwickelt sich die, zugegebenermaßen ein wenig süßliche, Liebesgeschichte von Robbie (Yannik Gräf) und Julia (Annika Wesselkamp), die erst nur Freunde sind und später dann zarte Herzensbande knüpfen. Hochzeitssänger Robbie und die Kellnerin Julia – das darf aber gar nicht sein, denn beide haben schon einen Partner. Doch nichts ist unmöglich, besonders nicht dort, wo die Liebe hinfällt. Schließlich kommt, mithilfe Billy Idols, Tina Turners, Elvis’ und einiger anderer, zusammen, was zusammengehört.

Regisseur Max Messler, Choreograf Brady Harrison, der musikalische Leiter Georgi Gürov und die für den Chor zuständige Angela Irnich haben aus dieser einfachen Vorgabe ein Maximum an künstlerischer Qualität und überzeugender Unterhaltung herausgeholt. Die Inszenierung hielt ihren Schwung und Pep zweieinhalb Stunden aufrecht. Schnelle Szenenwechsel wie etwa vom ausgelassenen Tanz der Hochzeitsgäste zur solo vorgetragenen Ballade über das gebrochene Herz waren die Regel, nicht die Ausnahme.

Überhaupt die Tanzszenen: Da wurde es bei jüdischer Bar-Mitzwa-Folklore oder den „Saturday Night in the City“ richtig bunt und schillernd auf der Bühne. Und niemals gingen die Ideen aus. Selbst Oma Rosie (Silke Röwekamp) durfte sich an Rap und Breakdance versuchen.

Zeug zum Dauerknüller

Nach „Heiße Ecke“ hat „Eine Hochzeit zum Verlieben“ das Zeug, zum nächsten Dauerknüller der Waldbühne zu werden. Dafür stehen die vielen guten Songs, die stimmige Handlung und die perfekte Inszenierung. Wenn dazu, wie bei der Premiere, das Wetter mitspielt, kann man sich eine bessere Abendunterhaltung kaum mehr vorstellen.


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