Eine Stadt fährt runter Für welche Veranstaltungen in Georgsmarienhütte besteht noch Hoffnung?

Wenig überraschend wird der Hüttensonntag 2021 in Georgsmarienhütte nicht stattfinden können.Wenig überraschend wird der Hüttensonntag 2021 in Georgsmarienhütte nicht stattfinden können.
Archiv/Dominik Lapp

Georgsmarienhütte. Das kommt nicht völlig überraschend: Die Stadt Georgsmarienhütte hat wegen der Coronalage für den Februar Sitzungstermine gecancelt. Außerdem fällt der Karnevals-Hüttensonntag aus. Auch eine andere Events sind abgesagt. Doch einige Veranstalter hoffen noch.

Einige Veranstaltungen im ersten Halbjahr hat die Stadt jetzt abgesagt. Betroffen ist der traditionelle lokale Karnevalshöhepunkt, der Umzug am Hüttensonntag, 14. Februar. Er fällt wie im Vorjahr erneut aus. Gleiches gilt für den Hüttenmarkt am Wochenende 16. bis 18. April.

Auch das Stadtfest der Citygemeinschaft Oesede (CGO) am zweiten Sonntag im Mai wird wahrscheinlich nicht stattfinden. CGO-Vorsitzender Torsten Köberlein: „Wir werden das in der Vorstandssitzung in der kommenden Woche endgültig entscheiden.“ Nach seinen Angaben plant die Citygemeinschaft aber im Laufe des Sommers eine Veranstaltung im Zentrum.

Waldbühne hofft auf Saisonstart

Es gibt für die erste Jahreshälfte auch ein paar Lichtblicke. Neben dem Stadtmarketingverein, der über die Pfingsttage Ende Mai die siebte Auflage des GMHütter Autokinos plant, ist auch die Waldbühne Kloster Oesede derzeit optimistisch, die Saison wie vorgesehen am Pfingstmontag mit dem Familienstück: „7 Märchen auf einen Streich“, starten zu können.

Spielleiter Thorsten Hülsmann: „Wir gehen zwar davon aus, dass wir die Platzkapazität von rund 1200 Besuchern nur zu rund einem Viertel ausschöpfen können, hoffen aber, dass wir die dann geltenden Coronaauflagen für Freiluftveranstaltungen erfüllen können.“ Die Premiere des Abendmusicals „Zum Sterben schön“ ist unverändert für Ende Juni vorgesehen.

"Hütte rockt"-Team bleibt optimistisch 

Auch der Verein „Hütte rockt“ geht aktuell davon aus, dass sein im Vorjahr auf Mitte August 2021 verlegtes 14. Festival wie geplant über die Bühne geht. Vorsitzender Marius Kleinheider: „Es wird sicher keine Genehmigung für die gewohnte Größenordnung von jeweils um die 2500 Besuchern an den beiden Hauptabenden geben. Aber mit zugelassenen rund 1000 Tagesgästen würden wir diesmal hinkommen, da wir Hilfsgelder aus dem Bundesprogramm ‚Neustart Kultur‘ beantragt haben.“

Für die zweite Jahreshälfte gibt es also noch Hoffnung auf größere Publikumstermine und Veranstaltungen. Dies betrifft zum Beispiel die Durchführung des vom Vorjahr auf 2021 verschobenen Festwochenendes zum Stadtjubiläum „50 Jahre Georgsmarienhütte“ (27. bis 29. August). Ob das Programm zu "850 Jahre Kloster Oesede", das ebenfalls wegen Corona auf Ende Mai dieses Jahres verlegt wurde, wie geplant stattfindet, ist diese Woche Thema eines Treffens des Organisationsteams.

Politische Termine abgesagt

Der Corona-Lockdown und die zwar sinkenden, aber immer noch hohen Coronazahlen haben diese Woche dazu geführt, dass die Stadt jetzt für den Februar die öffentlichen Sitzungstermine abgesagt hat. Dies betrifft am kommenden Donnerstag, 4. Februar, die Sitzung des Fachausschusses für Kultur, Schule, Soziales, Jugend und Sport.

Auch die vorgesehene Ratssitzung am Donnerstag, 11. Februar, sowie der Ausschuss für Stadtplanung, Bau, Umwelt und Verkehr, der für Montag, 15. Februar, im Sitzungskalender steht, finden nicht statt. Allein der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss (VA) soll im Februar in jedem Fall zusammentreten, damit notwendige Punkte des laufenden Verwaltungsgeschäfts abgearbeitet werden können.

Verzögerung um Kita-Neubau

Damit verzögert sich wohl zum Beispiel die Diskussion der Frage, wo die neue große Kindertagesstätte realisiert werden soll, um den Bedarf an Betreuungsplätzen durch die Baugebietsentwicklung „Südlich Panoramabad“ und „Südlich Schulzentrum“ abzudecken. Um die 400 Wohneinheiten könnten hier entstehen. Das Thema wird wohl beide Fachausschüsse beschäftigen, da es zum einen um eine geeignete rund 5000 Quadratmeter große Fläche geht, eine Bauangelegenheit, als auch um die Zahl der erforderlichen Krippen- und Kindergartenplätze, die den Sozialbereich betreffen.

Als möglicher Standort kam hier zuletzt die sogenannte „Hundewiese“ an der Ecke Schauenroth/Südring in die engere Wahl. In der Politik ist aber noch umstritten, ob der als „grüner Finger“ geltende Bereich, über den eine „Frischluftschneise“ ins Stadtzentrum führt, überhaupt geeignet ist, und ob es nicht sinnvoller ist, den Kita-Neubau innerhalb des Baugebiets vorzusehen. 


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