Verzicht auf mögliche Fördermittel Georgsmarienhütte bringt nächste Schritte zur Sanierung der Aussichtstürme auf den Weg

Abgesperrter Varusturm in Georgsmarienhütte. Foto: Michael GründelAbgesperrter Varusturm in Georgsmarienhütte. Foto: Michael Gründel

Georgsmarienhütte. Der Rat der Stadt Georgsmarienhütte hat mit großer Mehrheit den nächsten Schritt zur Sanierung der beiden Aussichtstürme auf den Weg gebracht.

240.000 pro Turm inklusive Nebenkosten will die Stadt investieren. Die entsprechenden 480.000 Euro sind für die seit Jahren gesperrten Türme auf dem Lammersbrink und Dörenberg im Haushaltsplan 2020 vorgesehen. Damit die Sanierung schnell vonstatten gehen kann, verzichtet die Stadt auf mögliche Fördermittel aus dem Fördertopf zur integrierten ländlichen Entwicklung (ZILE). Ein solcher Förderantrag für einen Zuschuss von bis zu 53 Prozent lief bereits.

Zuvor hatte die Stadt im Mai dieses Jahres ein Sanierungskonzept bei einem Osnabrücker Ingenieurbüro für Bauwesen in Auftrag gegeben. Das Gutachten habe ergeben: Damit Varus- und Hermannsturm wieder dauerhaft bestiegen werden können, seien umfassende Arbeiten erforderlich, teilte die Stadt mit.

Offensichtliche Mängel an der Bausubstanz

Der Beton der beiden Türme ist dem Gutachten zufolge in einem noch guten Zustand und für eine Sanierung geeignet – das hatten Untersuchungen von Bohrkernen ergeben. Bei der Sanierung der Türme müsste die fortschreitende Korrision der Bewehrungen bekämpft werden – also des Stahls im Beton. Schadstellen müssten ausgebessert werden. Die Oberfläche müsse vor dem Eindringen weiterer Feuchtigkeit sowie der Verwitterung durch Kohlenstoffdioxid mit einem speziellen Schutzsystem geschützt werden

In den nun vom Rat beschlossenen Leistungsphasen 5 bis 9 soll das Ingenieurbüro die Detailplanung übernehmen und bei der Vorbereitung der Ausschreibung, bei der Auftragsvergabe helfen und die Bauüberwachung übernehmen.

Ende 2016 hatte die Stadt die beiden Türmen aus Sicherheitsgründen gesperrt, seither wurde über Sanierung oder Neubau diskutiert. Im September 2018 beschloss der Rat die Sanierung.


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