Vertagung der Ratsentscheidung möglich GMHütter Grüne: Kein Beschluss zu Awigo-Plänen vor Bürgerbeteiligung

Ortstermin an der Mündruper Heide: Unser Foto zeigt (von links) Tobias Demircioglu, Robert Lorenz,  Anwohner Reinhold Middelberg, Wolfgang Springmeier und Petra Funke. Foto: Grüne/BarteltOrtstermin an der Mündruper Heide: Unser Foto zeigt (von links) Tobias Demircioglu, Robert Lorenz, Anwohner Reinhold Middelberg, Wolfgang Springmeier und Petra Funke. Foto: Grüne/Bartelt

Georgsmarienhütte. Am Montag steht im GMHütter Rat eine Verlegung des Awigo-Recyclingshof von der Niedersachsenstraße am Harderberg ins Gewerbegebiet in Holsten-Mündrup auf der Tagesordnung. Die Grünen-Vertreter begrüßen auch in anderen Fraktionen bestehende Überlegungen, eine Entscheidung zu diesem Thema auf die letzte Ratssitzung Mitte Dezember zu vertagen.

Für die GMHütter Grünen steht nach einer Pressemitteilung fest: Ohne eine Beteiligung der Anwohner kann es aus keine Zustimmung zur Ansiedlung des Awigo-Recyclinghofs im Gebiet Mündruper Heide geben. Mitglieder der Ratsfraktion und des Parteivorstands  haben sich bei einem Ortstermin über die bei Stadtteilbewohnern bestehenden Bedenken informiert.

Verkehrs-, Lärm- und Geruchsbelästigung befürchtet

Schon nach der Ausweisung der Mündruper Heide als Gewerbegebiet seien benachbarte Bewohner weggezogen, hat dabei Anwohner Reinhold Middelberg berichtet. Bei mehr als  300 täglichen Anlieferungen am Recyclinghof der Abfallwirtschaftgesellschaft des Landkreises Osnabrück (Awigo) werden nach seinen Ausführungen im Umfeld  auch Verkehrs-, Lärm- und Geruchsbelästigung befürchtet, was die Wohn-Qualität in der angrenzenden Königsbach-Siedlung erheblich beeinträchtigen würde. 

Nach Ansicht der Grünen sollte vor einer Awigo-Verlagerung von der Harderberger Niedersachsenstraße nach Holsten-Mündrup geprüft werden, inwieweit am jetzigen Standort die Annahmesituation durch strukturelle Veränderungen entspannt werden könne. „Kann hier durch das Parken von LKWs an anderer Stelle Platz geschaffen werden,  kann eine zweite Linksabbiegespur eingerichtet werden, können die Annahmezeiten ausgeweitet werden?“, lauten die Fragen, mit denen der Fraktionsvorsitzende Robert Lorenz in der Pressemitteilung zitiert wird. 

Vor einer Klärung dieser und weiterer Aspekte kann es für die Grünen-Fraktion keine Zustimmung zu einer Umsiedlung geben, die Menschen belaste und die Gebührenzahler viel Geld kosten werde, betonte der Fraktionsvorsitzende. Für die Grünen steht daher fest: Vor einer Ratsentscheidung muss zunächst über das Anliegen ausführlich öffentlich informiert werden. Da es sich um eine immissionsträchtige Anlage handele, sei vor einer Umsiedlung in jedem Fall auch vorher eine entsprechende Überprüfung durchzuführen. 


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