LIeferung auch nach Osnabrück GMHütter Brötchenlieferservice hat wegen Coronavirus mehr zu tun

Alle Hände voll zu tun: Hülya und Alois Görz haben aufgrund des Coronavirus viele zusätzliche Bestellungen zu bewältigen. Foto: Antonia WahmhoffAlle Hände voll zu tun: Hülya und Alois Görz haben aufgrund des Coronavirus viele zusätzliche Bestellungen zu bewältigen. Foto: Antonia Wahmhoff

Georgsmarienhütte. Vor einem Jahr machten sich die Georgsmarienhütter Alois und Hülya Görz mit einem Brötchenlieferdienst selbstständig. Liefergebiet, Kundenzahlen und Angebotsvielfalt sind seitdem gewachsen. An Ausruhen ist allerdings nicht zu denken: Das Coronavirus sorgt für zusätzliche Bestellungen, die bewältigt werden müssen.

"Ofenfrische Brötchen direkt an die Haustür" – Mit diesem Geschäftsmodell eröffnete Alois Görz gemeinsam mit seiner Ehefrau vor einem Jahr als Franchisenehmer ein Dienstleistungsunternehmen. Am 1. April 2019 wurden probeweise die ersten drei Brötchentüten an Haushalte in Georgsmarienhütte ausgeliefert. Seither hat sich vieles getan.

Wechsel der Partnerbäckerei

"Mit steigender Nachfrage erreichte unsere Partnerbäckerei ihre Kapazitätsgrenze und wir mussten uns im Laufe des Jahres auf die Suche nach einer neuen Kooperation machen", berichtet Görz. Nun arbeiten die Jungunternehmer mit der Bäckerei Brinkhege zusammen. Die Angebotspalette reicht von allen verfügbaren Brötchensorten über Brote und saisonal variierende Süßteile bis hin zu Snacks wie belegte Brötchen oder Pizzaschnitten, die gekühlt angeliefert werden.

Corona sorgt für zusätzliche Bestellungen

Damit, dass nun ein Virus für steigende Bestellzahlen sorgt, hätte das Ehepaar nicht gerechnet. "Wir haben uns diese Situation natürlich keineswegs gewünscht", betont Görz im Hinblick auf die rasante Ausbreitung des Virus auch in der Region Osnabrück. "Ursprünglich war geplant, jetzt unser einjähriges Bestehen zu feiern, doch danach ist uns aktuell nicht zumute. Das Feiern wird verschoben."

Aufgrund des Coronavirus erlebt der Lieferdienst einen deutlichen Zulauf und hat 30 Prozent mehr Aufträge zu verzeichnen. Insbesondere ältere Menschen und Familien würden die Dienstleistung nun in Anspruch nehmen. "Wir hoffen, wir können die aktuelle Situation etwas erleichtern und dazu beitragen, dass die Menschen zuhause bleiben und für so wenige Erledigungen wie möglich das Haus verlassen müssen", so Görz. 

"Dazu beitragen, dass möglichst viele Menschen zuhause bleiben" möchte Alois Görz mit seinem Lieferservice. Foto: Antonia Wahmhoff

Zu marktüblichen Preisen und bei einer Liefergebühr von 89 Cent erfolgt der Bringdienst wochentags bis 7 Uhr sowie am Wochenende bis 8.30 Uhr. Damit das gelingen kann, steht Görz ab 3 Uhr nachts in der Backstube und sortiert die frischen Backwaren je nach Routenplanung. Während Görz die Bestellungen wochentags normalerweise mit einem Fahrzeug ausliefert, benötigt er am Wochenende drei bis vier Mitarbeiter. Um die jetzt gestiegenen Bestellzahlen bewältigen zu können, muss er nun allerdings einen weiteren Fahrer einstellen.

Der Bestellvorgang wird über die Onlineplattform des Franchisegebers "Mein Frühstück 24" abgewickelt. Kunden können sich registrieren und ihre individuelle Bestellung bis 15 Uhr am Vortag aufgeben. Flexibel kann der Auftrag täglich verändert oder im Urlaub ausgesetzt werden. Im Fall Corona zeige sich aktuell deutlich, welche Vorteile das komplett kontaktlose Bestellen und Ausliefern haben können, meint Görz.

"Lieferservice ein Gesicht geben"

Görz betreibt nicht den einzigen Brötchenlieferservice in der Region. Konkurrenz ist das deutschlandweit tätige Franchiseunternehmen "Morgengold". Wie er sich von anderen Anbietern absetzen wolle? "Wir wollen unserem Lieferservice ein Gesicht geben." Bei Fragen und Anregungen sei er daher jederzeit erreichbar und nehme für den Fall, dass jemand mit dem Internet nicht so vertraut sei, auch telefonisch Aufträge entgegen unter 0162  4292123. 

Transparent und regional

Für den Rundum-Frühstücksservice können neben den Backwaren mittlerweile auch viele weitere Produkte bestellt werden. Dabei setzt Görz nach eigenen Angaben auf Transparenz und Regionalität: Wurstwaren von der Metzgerei Schröder und Freilandeier vom Hof Bolte aus GMHütte sowie Honig von der Imkergenossenschaft Teutoburger Wald gehören zum Sortiment. Außerdem sollen demnächst Frühstückssäfte von der Kelterei Lauwerth aus Bad Iburg verfügbar sein. Ein Kooperationspartner für regional hergestellte Marmelade wird noch gesucht.

Wachsendes Liefergebiet

Ebenso wie die zunehmende Produktvielfalt und die steigenden Bestellzahlen wächst auch das Liefergebiet. Neben GMHütte beliefert Görz mittlerweile die Stadt Osnabrück sowie Hagen, Hasbergen, Bissendorf, Hilter, Bad Laer, Dissen, Bad Rothenfelde, Bad Iburg und neuerdings auch einen weiteren Bezirk.

"Eine Anruferin erkundigte sich, ob ich auch nach Glandorf liefere. Ich musste verneinen und scherzte, wenn sie noch fünf Nachbarn mobilisieren könne, würde ich vorbeikommen", erzählt Görz. Einige Tage später meldete sie sich mit einer Gemeinschaftsbestellung aus der Nachbarschaft."


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