Wohnbau, Lärmschutz und Mühlenteich Grüne Bustour durch die GMHütter Stadtpolitik

Von pm

Grünen-Ratsmitglieder Wolfgang Springmeier, Thomas Korte und Petra Funke empfingen  rund 50 Bürger zur Bus-Stadtrundfahrt. Foto: Johannes BarteltGrünen-Ratsmitglieder Wolfgang Springmeier, Thomas Korte und Petra Funke empfingen rund 50 Bürger zur Bus-Stadtrundfahrt. Foto: Johannes Bartelt

Georgsmarienhütte. Über Neuigkeiten in der Stadtentwicklung informierten die Ratsmitglieder der Grünen bei einer Busrundfahrt. Themen waren unter anderem Wohnbau, Lärmschutz und Mühlenteich in Kloster Oesede. Anschließend beantworteten sie bei Kaffee und Schnittchen im Heimathaus am Kasinopark Fragen.

Da das Krankenhaus am Kasinopark in drei Jahren nach Osnabrück umziehe, gelte es, sich über eine sinnvolle Nachfolgenutzung für diesen Standort Gedanken zu machen, erklärte Wolfgang Springmeier. Ob nach dem für Herbst zu erwartenden Abriss des Paul-Gerhard-Altenheimes auf diesem Gelände Wohnungen errichtet würden, sei noch offen. Zwei große Häuser mit 18 Wohneinheiten würden jetzt an der Karlstraße entstehen. Für den Bereich Mühlenbruch werde ein verbesserter Hochwasserschutz mit einem Wall an der Berliner Straße gefordert.

Die Aufhebung des Bebauungsplanes für eine sogenannte Ortskernentlastungsstraße sei bisher an den anderen Fraktionen gescheitert, berichtete Thomas Korte. Die Errichtung eines Parkplatzes in „Pastors Garten" werde nicht mehr weiter verfolgt. 

Beim Lärmschutz an der B51 werde von der Grünen gefordert, nicht jahrelang auf Erde aus dem geplanten Regenrückhaltebecken Gartmannsbach zu warten, sondern jetzt mit der Errichtung der vorgesehenen Wand zu beginnen. Ergänzung des zukünftigen Edeka-Marktes mit Kleidung und Elektro-Artikeln werde die Geschäfte an der Oeseder Straße weiter unter Druck setzen. Überfällig sei die Beseitigung der Barken an der Ecke L95/Stauffenbergstraße und Ersetzung durch Grün-Bepflanzung.

Mehr Tempo wird von den Grünen beim Neubau der Michaelisschule gefordert. In Dröper sei der Landkreis gefordert, die Bürgersteige der Kreisstraße vom Grünbewuchs zu beseitigen, um die Befahrbarkeit mit Rollatoren zu ermöglichen. Für den Hochwasserschutz im Bereich Breenbachtal stehe die Beschaffung eines Grundstückes an, wegen völlig überhöher Preisvorstellungen notfalls per Enteignung.

Für die Sanierung des Mühlenteiches erwarten die Grünen unter Mitwirkung der Bundesumweltstiftung bald Alternativen zum chemischen Mittel Schlixx, erklärte Petra Funke. Inwieweit der Saal Steinfeld von der Stadt erworben, saniert und auch für Veranstaltungen aus anderen Stadtteilen genutzt werden könne, müsse noch geklärt werden. An den Entscheidungen zu den zukünftigen Standorten von Feuerwehr und Grundschule müsste die Klosteraner eng beteiligt werden. Engpässen in den örtlichen Pflegeeinrichtungen müsse auch durch deutlich bessere Bezahlung entgegengewirkt werden.

Für altengerechtes Wohnen an der Alten Heerstraße auf dem Gelände der ehemaligen Fleischzentrale gebe es bereits erste Interessenbekundungen, wobei zwei Gebäude schon errichtet seien, berichtete Funke. Da die Friedhofskapelle in Harderberg sich immer wieder als zu klein erweise, sei hier die Stadt gefordert.

Ob der Jugendtreff in Holzhausen ohne Außenanlage ausreichend angenommen werde, fragte Springmeier. In diesem Stadtteil würden gerade drei Häuser an der Lindenstraße zum Preis von ca. 3.000 Euro pro m² angeboten. Dem Druck der Erbengemeinschaft Rottenkamp für überteuerte Wohnbauten dürfe sich der Rat nicht beugen.

Heimatsvereinsvorsitzender Detlef Hehming mahnte mehr Schutz für stadthistorische Gebäude an, wozu er auch das alte Wohnhaus am Gymnasium zählte, das einem Parkplatz weichen soll. Der Meyerhof Eickenscheidt drohe ohne dringenden Eingriff zu verfallen. Auch beim Hof Sieker sei der Denkmalschutz gefordert. Was aus dem in diesem Jahr frei werdende Gelände von Möbel-Meyer werde, sei zunächst einmal Sache der Eigentümer, wobei die Regelungen des Bebauungsplanes zu beachten sein, wurde von der Grünen-Ratsmitgliedern erklärt.


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