Energiefressern auf der Spur Energie-Scout-Qualifizierung in Georgsmarienhütte

Von pm

Insgesamt 22 Auszubildende aus sechs Georgsmarienhütter Unternehmen sind nun die Ausbildung zum Energie-Scout gestartet. Foto: Stadt Georgsmarienhütte/ Niklas OttenInsgesamt 22 Auszubildende aus sechs Georgsmarienhütter Unternehmen sind nun die Ausbildung zum Energie-Scout gestartet. Foto: Stadt Georgsmarienhütte/ Niklas Otten

Georgsmarienhütte. Bereits vor einigen Jahren hat sich die Wirtschaftsförderung der Stadt Georgsmarienhütte gemeinsam mit der IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim auf den Weg gemacht, jungen Auszubildenden eine kostenlose Zusatzqualifizierung anzubieten. Nun sind 22 Teilnehmer aus sechs Georgsmarienhütter Unternehmen in die neue Runde der Energie-Scout-Ausbildung gestartet.

Der Startschuss für die bis Februar 2020 andauernde Weiterbildungsphase fiel mit einer Einführungsveranstaltung im Georgsmarienhütter Rathaus, bei der neben ersten inhaltlichen und organisatorischen Aspekten, vorgetragen durch Juliane Hünefeld-Linkermann von der IHK, auch Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) den angehenden Energie-Scouts Impulse zu den energetischen Grundlagen und zur gesellschaftlichen Bedeutung von Energie gab. 

Zuvor hatte Bürgermeisterin Dagmar Bahlo deutlich gemacht, weshalb sich das Angebot dieser zusätzlichen Qualifizierung gerade in Georgsmarienhütte besonders gut etabliert habe: „Georgsmarienhütte ist eine Energiestadt mit vielen starken Betrieben, die bereits die unterschiedlichsten Ansätze zu einem bewussten Umgang mit Energie verwirklicht haben.“  

Energiestadt auch deshalb, weil allein die Georgsmarienhütte GmbH so viel Energie verbraucht wie die gesamte Stadt Osnabrück und damit das Unternehmen mit dem größten Energiebedarf in der Region ist. Gleichzeitig sei aber, so Bahlo, mit der Umstellung der Produktionsweise für die Stahlerzeugung durch Schrott anstelle von Eisenerz bereits eine Menge Energie eingespart und die entstehende Abwärme mit der Reaktivierung des Fernwärmenetzes in Kooperation mit den Georgsmarienhütter Stadtwerke sinnvoll genutzt worden. 

Ein Prinzip, welches auch die Stadtwerke selbst nutzen: Die zur Stromerzeugung mit Lebensmittelabfällen und Klärschlamm befüllte Biogasanlage produziert auch Wärme, die wiederum für die notwendige Trocknung des Klärschlamms eingesetzt wird.

Derart aufwendige Kreislaufprozesse werden die 22 Auszubildenden in ihren Unternehmen wohl kaum realisieren können, aber auch vermeintlich kleinere Ideen oder Projekte, wie etwa der Austausch von Leuchtmitteln, haben einen nicht unerheblichen Energiespar-Effekt und bringen einen Vorteil für das eigene Unternehmen. 

Bei insgesamt fünf Workshops bekommen die angehenden Energie-Scouts das nötige Know-How vermittelt. Am Ende der Workshops stehen dann die große Abschlusspräsentation und natürlich die Verleihung der IHK-Urkunde als Bestätigung für die erfolgreiche Qualifizierung zum Energie-Scout. 

In diesem Jahr sind folgende Unternehmen mit dabei: Georgsmarienhütte GmbH, Osmo Anlagenbau, Farmingtons Automotive, JW Verpackungstechnik, Leder Brinkmann und Frankenberg Elektronik. Weitere Informationen zu den Energie-Scouts 2019 gibt es unter www.georgsmarienhuette.de oder unter 05401 850 – 104.


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